Eishockey: Schicksalsspiel, Endspiel oder wie man es auch immer nennen mag – nach zuvor vier Niederlagen in Serie lag nahe, dass das zehnte Saisonspiel der Wild Wings gegen Düsseldorf eng verknüpft sein könnnte mit der Zukunft von Paul Thompson als Trainer in Schwenningen. Die Wild Wings konnten sich durch ein starkes Schlussdrittel zwar immerhin einen Punkt ergattern, verloren aber dennoch unnötig mit 2:3 nach Penaltyschießen. Es war die fünfte Heimniederlage im sechsten Saisonspiel in der Helios-Arena. Eine Trainerdiskussion gibt es bei den Verantwortlichen jedoch nicht: „Paul Thompson steht auch nächste Woche als Cheftrainer bei uns an der Bande. Wir sind überzeugt, dass es mit ihm wieder aufwärts gehen wird“, sagte Wild Wings-Manager Jürgen Rumrich deutlich.

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Zumindest vor Spielbeginn gab es eine gute Nachricht für die Schwenninger: Topscorer und Hoffnungsträger Jamie MacQueen war zurück im Kader. MacQueen hatte zwei Tage zuvor bei der 1:3-Niederlage in Bremerhaven gefehlt, da seine Frau Zwillinge erwartet. Doch auch mit ihrem besten Offensivspieler wirkten die Schwenninger zunächst verunsichert und gehemmt. Vieles war in der Anfangsphase nur Stückwerk. Die Verunsicherung legten die Wild Wings erst ab, als sie erstmals einen Mann mehr auf dem Eis hatten. Ihr starkes Powerplay mit mehreren guten Torchancen wurde in der 7. Minute belohnt. Nach einem präzisen Querpass von Troy Bourke vollendete Markus Poukkula zum 1:0.

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Doch auch die Düsseldorfer durften im ersten Abschnitt ihre Powerplay-Qualitäten zeigen. Als Schwenningen die erste Strafe kassierte und Dominik Bohac in die Kühlbox musste, schlug die DEG zu. Auf Zuspiel von Alexander Barta traf Jerome Flaake zum 1:1 (18.). Bis auf die zwei Powerplay-Treffer bot der erste Spielabschnitt allerdings wenig Attraktives auf dem Eis.

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Düsseldorf bestimmte das Mitteldrittel

Im Mitteldrittel brachten die Wild Wings in der Offensive nur wenig zustande. Düsseldorf bestimmte das Spiel, auch aufgrund der Tatsache, dass Schwenninger in diesem Abschnitt sechs Strafminuten kassierten, während die Strafbank bei der DEG durchgehend leer blieb. Eine Überzahlsituation führte auch zum zweiten Treffer für die Gäste. Wiederum war Flaake aus kurzer Distanz erfolgreich und traf in der 31. Minute zum 1:2. Wild Wings-Torhüter Dustin Strahlmeier war zum zweiten Mal chancenlos.

Die Schwenninger taten sich weiterhin schwer

Die Schwenninger taten sich weiterhin schwer. Die größten Chancen im zweiten Drittel hatten Markus Poukkula bei einem Konter in Unterzahl (27.) und Pat Cannone kurz vor Drittelende. Ansonsten hatte DEG-Torhüter Hendrik Hane nur wenig zu tun.

Wild Wings im Schlussdrittel zielstrebiger

Die Wild Wings waren im Schlussdrittel wesentlich zielstrebiger, als in den 40 Minuten zuvor. Marcel Kurth hätte in Spielminute 46 fast auf 2:2 gestellt. Doch Hane verhinderte mit einer klasse Parade den Gleichstand. Als kurz darauf die Schwenninger in Überzahl waren, hatte MacQueen gleich zweimal die Ausgleichschance. Doch auch er brachte die Scheibe nicht an Hane vorbei, genauso wie Christopher Fischer in der 52. Minute.

Thuresson macht den Ausgleich

Markus Poukkula war vier Minuten später der Nächste, der das 2:2 auf dem Schläger hatte. Der Finne blieb aber ebenfalls glücklos. In der 58. Minute war es dann endlich so weit. Andreas Thuresson sorgte auf Zuspiel von Bourke für den überfälligen und hochverdienten Ausgleich.

Riesenmöglichkeit durch Poukkula

Kurze Zeit später ging es in die Verlängerung. Zumindest einen Punkt hatten die Wild Wings somit sicher. Im Kampf um den Zusatzpunkt hatten die Schwenninger die Riesenmöglichkeit durch Poukkula und gleich mehrere Chancen bei knapp zweiminütiger Überzahl. Doch es war wie verhext, der Puck wollte nichts ins Netz. Das Penaltyschießen musste entscheiden. Hier wurden die Nerven der Zuschauer kräftig strapaziert. Nachdem zuvor auf beiden Seiten jeweils sechs Spieler verschossen hatten, trafen Victor Svensson für die DEG und Cannone für die Wild Wings. Da Svensson anschließend erneut erfolgreich war und Cannone scheiterte, ging der Zusatzpunkt an die Düsseldorfer.