Ski alpin: Erster großer Auftritt für David Ketterer in diesem Skiwinter: Der alpine Skirennläufer vom SSC Schwenningen startet am Sonntag beim Weltcup-Rennen in Levi/Finnland im Slalom der Herren.

Weltcup-Atmosphäre hatte der 24-Jährige aus Hochemmingen bereits in der vergangenen Saison geschnuppert. Allerdings verliefen die beiden Slalomstarts in Kitzbühel und Schladming nicht nach Wunsch. Dennoch schaffte Ketterer ein paar Monate später erneut den Sprung ins deutsche Weltcup-Team. „Ich habe mir letztes Jahr durch Siege beim Nordamerika Cup eine perfekte Ausgangslage für den Weltcup mit einer Startnummer zwischen 30 und 35 geschaffen. Dadurch und dank guter Trainingsleistungen im Sommer wurde ich für das Rennen in Levi nominiert“, freut sich der Schwarzwälder.

Aus den Erfahrungen beim Hahnenkamm-Rennen und beim Nacht-Slalom zwei Tage später in Schladming hat Ketterer seine Lehren gezogen. Damals hatte er nach seiner späten Ankunft aus Amerika kaum Zeit, sich an die Verhältnisse in den Alpen zu gewöhnen. Ketterer: „Deshalb werde ich dieses Jahr früher vor den Rennen nach Europa fliegen und auch anderweitig haben wir besser geplant. Das Material passt jetzt besser für den Schnee hier.“ Seit 1. November befindet sich der Rennläufer mit der deutschen Mannschaft in Levi, um sich intensiv auf den Wettbewerb vorzubereiten.

Ketterer kam aus den USA angeflogen, wo er immer noch studiert. Inzwischen widmet er sich in Boulder/Colorado nicht mehr dem Maschinenbau, sondern der Physik. Zweieinhalb Jahre wird er noch in Übersee verbringen. Am Sonntag geht’s direkt nach dem Rennen wieder zurück nach Amerika.

Für den Slalom in Levi hat sich Ketterer einiges vorgenommen. „Mein Ziel ist es, zu attackieren und den zweiten Durchgang zu erreichen.“ Auch für die bevorstehenden Rennen in Nordamerika hat er sich hohe Ziele gesetzt. „Ich will dort meine zwei College-Titel verteidigen und mit dem Team den Mannschaftstitel nach Boulder holen.“

Und was ist mit dem Olympischen Spielen im Februar 2018 in Pyeongchang/Südkorea? Klar, dass Ketterer auch dieses Großereignis im Hinterkopf hat: „Natürlich wäre es ein Traum, falls es mit Olympia klappen sollte. Der Fokus liegt aber auf Dingen, die ich direkt beeinflussen kann, wie meinem Skifahren.“

Schon in Levi kann er mit einem guten Ergebnis den ersten Grundstein für einen Olympia-Start legen.