Fußball-Oberliga: Solide – dieser Begriff trifft die Leistung des FC 08 Villingen vom Samstag wohl am Besten. Diese solide Vorstellung genügte, um die nicht mit allzu großem Selbstvertrauen ausgestatteten Gäste aus Neckarsulm mit 2:0 nach Hause zu schicken. „Wir machen kleine Schritte nach vorne“, konstatierte ein insgesamt zufriedener FC 08-Trainer Jago Maric. Wobei für diejenigen, die auch bereits am sechsten Spieltag primär auf die Tabelle schauen, die Befriedigung insofern groß war, als sich die Nullachter nach den vier sieglosen Partien zu Beginn der Saison immerhin bereits auf dem 9. Tabellenplatz wiederfinden.

Konzept-Fußball: Vom Blick auf die Tabelle hält Villingens Sportlicher Leiter, Arash Yahyaijan, derzeit noch gar nichts: „Wir haben unser Konzept, von dem wir überzeugt sind. Dieses Konzept ist nicht von Einzelergebnissen abhängig, sonst müssten wir es von Samstag zu Samstag immer wieder verändern“, so Yahyaijan. Er zeigte sich in den bisherigen Spielen nicht zuletzt auch mit den Neuzugängen zufrieden – am Samstag etwa mit Patrick Peters, der „eine große Sicherheit ausstrahlt und Dragan Ovuka manchen Weg nach vorne ermöglicht“. Dennoch betont der Sportliche Leiter: „Dieses Jahr ist ein Übergangsjahr. Dennoch schauen wir, dass wir möglichst gut mitspielen.“ Sehr zufrieden zeigte sich Yahyaijan damit, dass immerhin 800 Besucher die Partie gegen Neckarsulm sehen wollten.

Operation bei Vochatzer: Pechvogel der vergangenen Woche war Valentin Vochatzer, dessen Trikot Tobias Weißhaar nach seinem Führungstreffer hochhielt. Der Defensivspezialist erlitt in Linx einen Kreuzbandriss und wird Mitte September in Markgröningen operiert. Wann der 24-Jährige zurückkommt, ist logischerweise noch ungewiss. Dass er etliche Monate fehlen wird, ist jedem im Verein klar – zumal die Nullachter in den letzten drei Jahren reichlich Erfahrung mit Kreuzbandrissen gemacht haben.

Geduld gefragt: Was die anderen Verletzten betrifft, so dürfte Stjepan Geng derzeit einem Comeback am nächsten sein. „Er macht schon wieder Passübungen und hat dabei zumindest keine größeren Schmerzen“, berichtet Arash Yahyaijan. Noch in dieser Woche soll der Kroate in ein „Teiltraining“ einsteigen. Nächste Woche wird er dann wieder voll im Training bei den Teamkollegen zurückerwartet. In etwa 14 Tagen könnte der „Sechser“ wieder eine Option sein. Bei Kapitän Benedikt Haibt hoffen die Verantwortlichen, dass der Muskel nicht grundlegend geschädigt ist. Ein MRT-Termin soll darüber nun Klarheit bringen. Vermutlich wird der 30-Jährige aber noch ein paar Wochen ausfallen. Bei Nico Tadic macht der Heilungsprozess zufriedenstellende Fortschritte. Es wird damit gerechnet, dass der Defensivspieler nach seiner langen Kreuzbandriss-Pause Anfang Oktober wieder voll einsteigen kann.

Neuzugänge möglich: Derweil halten Arash Yahyaijan und die anderen Verantwortlichen weiter die Augen nach etwaigen Neuzugängen offen. So gab es zuletzt Kontakte mit einem Drittliga-erfahrenen Mittelfeldmann, der sofort spielberechtigt wäre. Ähnliches gilt für einen Stürmer, der in seinem Heimatland bereits erfolgreich in der 1. Liga spielte. Ob die Wechsel zustande kommen, ist aber noch offen. „Wir werden nichts übers Knie brechen“, versichert der Sportliche Leiter. Aus gutem Grund: „Zum einen müssen uns mögliche Neue sofort weiterhelfen, zum anderen müssen sie bezahlbar sein.“