Fußball-Verbandsliga: Die DJK Donaueschingen kommt nicht von den Abstiegsplätzen weg. Am Samstag setzte es mit dem 0:3 beim SV Bühlertal bereits die fünfte Pleite im sechsten Auswärtsspiel. Der erste Nichtabstiegsplatz ist nunmehr bereits vier Punkte entfernt, beim schlechten Torverhältnis der Allmendshofener gegenüber den Konkurrenten sogar schon fünf Zähler. „Es war ein komisches Spiel“, sagt DJK-Trainer Tim Heine.

Nach der jüngsten Erfolgsserie des Gastgebers begannen die Donaueschinger mit einigem Respekt. Die Elf zeigte ein gutes Spiel und erarbeitete sich Chancen, die wie so oft zuletzt aber nicht genutzt wurden. Heine gefiel dennoch das Auftreten seiner Spieler, gerade auch im Spiel gegen den Ball. Diese ersten 45 Minuten machten Mut, dass es mit den wichtigen Punkten klappen kann. „Dann aber sind wir wie umgewandelt aus der Kabine gekommen und haben 20, 25 Minuten kaum einen Fuß auf den Boden bekommen. Ich weiß nicht warum. Es ist mir völlig unverständlich“, ärgert sich der Trainer. Bühlertal erkannte das sofort und schlug zweimal zu. Erst danach agierte die DJK wieder offensiver, doch es reichte nicht mehr.

Deutlich wurde im Spiel der Baaremer, dass die Ausfälle von Sebastian Sauter und Stephan Ohnmacht sehr schwer wiegen. „Sebastian mit seiner Dynamik fehlte im Mittelfeld an allen Ecken und Enden“, so Heine. Ohmacht wird wegen des Verdachts auf Schambeinentzündung wohl noch länger fehlen. Für 30 Minuten war zumindest Rückkehrer Max Schneider wieder dabei, der aber nach längerer Pause noch nicht wieder bei 100 Prozent sein kann.

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Was Heine indes bedenklich stimmt ist die Tatsache, dass es in der Mannschaft keinen Spieler gibt, der einmal das Heft des Handelns in die Hand nimmt. Ein Führungsspieler, auch einmal lautstark die anderen mitzieht. So wirken die Allmendshofener allgemein viel zu brav. Heine vermisst die richtige Kommunikation auf dem Platz, ein, zwei Spieler die Kommandos geben und die anderen mitreißen. Eine Tatsache, die sich nicht trainieren lässt, aber entscheidend sein kann. „Unsere Konkurrenten haben diese Spieler, die auch lautstark eingreifen.“ Dabei ist es nicht so, dass die Donaueschinger keine Spieler mit Erfahrungen haben, doch diese können sich offensichtlich nicht in dieser Rolle beweisen.

Noch zwei Spiele stehen in der Vorrunde an. Die Konstellation gegen Radolfzell und in Kehl ist schon jetzt klar: Die Donaueschinger sind in eine Situation gekommen, in der zunächst nur Siege helfen. Gelingen diese, lässt sich Weihnachten noch zufriedenstellend feiern. Gelingen sie nicht, droht die DJK frühzeitig den Anschluss zu verlieren.