Fußball-Verbandsliga: 1. SV Mörsch – DJK Donaueschingen (Samstag, 15.39 Uhr). Für die Allmendshofener steht beim Tabellenletzten ein richtungweisendes Spiel an. Mit einem Sieg kann die Elf von Trainer Tim Heine den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld schaffen. Gehen die Baaremer, wie in bisher allen Auswärtsspielen, dagegen erneut leer aus, droht bereits jetzt der Abstiegskampf und ein längerer Verbleib im Tabellenkeller. Für die Gastgeber gilt exakt die gleiche Konstellation. Daher ist eher kein Spiel für Feinschmecker zu erwarten, allein das Ergebnis zählt.

„Ich hoffe und glaube nicht, dass die aktuelle Konstellation die Köpfe blockiert. Wir müssen die Partie eher als Chance betrachten. Alle können die Tabelle lesen und wissen, was uns erwartet“, sagt Heine. Für ihn muss seine Elf den Erfolg auch mal erzwingen. Dazu sei es nötig, „mehr Biss zu zeigen“. Was das Engagement betrifft, gibt es von Heine keine Vorwürfe. Er vermisst in seinem Team die klassischen Führungsspieler. Die Mannschaft sei noch zu brav. „Ich wünsche mir eine deutlich ausgeprägtere Kommunikation auf dem Platz. Noch mehr Spieler müssen Verantwortung übernehmen. Jannik Beha, der uns verlassen hat, war solch ein Spieler“, fügt der Trainer an.

Fast noch mehr als die Allmendshofener stehen die Gastgeber unter Zugzwang. Sie haben in zehn Spielen schon 30 Tore kassiert und selbst nur sechs Mal getroffen, dreimal gegen den starken Kehler FV. Sechs eigene Tore sprechen indes nicht für eine allzu große Abschlussqualität. Das könnte die Chance der DJK sein, wobei gerade in dieser Partie vorentscheidend sein kann, wem der erste Treffer gelingt.

Wegen einer Schulterverletzung wird Heiko Reich wohl eher nicht im Donaueschinger Kader stehen. Auch Max Schneider fällt weiterhin aus. Daniel Köpfler laboriert noch an einer Zerrung. Somit zeichnet sich ab, dass die Donaueschinger wohl mit der gleichen Start-Elf wie zuletzt gegen Endingen beginnen werden. Da in den kommenden Partien weitere starke Teams auf die Baaremer warten, besitzt die Partie am Samstag einen besonderen Charakter. Der Verlierer wird wohl vor Weihnachten kaum aus der Abstiegszone herauskommen. Eine Punkteteilung hätte nahezu den gleichen Charakter. Donaueschingen muss jetzt liefern und dieses „Muss“, wie es Heine ausdrückt, als Chance betrachten.