Fußball, südbadischer Pokal, 1. Runde: DJK Donaueschingen – FC Furtwangen (Mittwoch, 18 Uhr). Zwei ambitionierte Schwarzwälder Landesligisten spielen in Allmendshofen um das Ticket zur zweiten Pokalrunde, wo wahrscheinlich ein Gastspiel beim gleichklassigen FC Überlingen wartet. In der vergangenen Punktspielsaison setzte sich Furtwangen zweimal gegen Donaueschingen durch. Die Erstrundenpartie am heutigen Mittwoch scheint indes im Vorfeld völlig offen.

„Der Pokal ist ein interessanter Wettbewerb, auch wenn wir am Abschneiden in der Liga gemessen werden. Hinzu kommt, dass diese Partie ein Prestige-Duell ist, in dem wir uns keinesfalls als Favoriten sehen. Mich wundert ohnehin, dass meine Trainerkollegen uns als einen Titelfavoriten bezeichnen. Von Furtwangen spricht keiner, dabei schlossen die Bregtäler die vergangene Saison vor der DJK ab“, betont Donaueschingens Trainer Tim Heine. Er rechnet mit einem engen Spiel, möglicherweise über 120 Minuten.

Trotz der zuletzt vielen Gegentreffer will Heine den Stil seiner Elf nicht umstellen. „Ich werde aus der DJK keine Catenaccio-Mannschaft machen. Wir wissen, dass wir stabiler auftreten müssen, doch selbst beim jüngsten 0:4 in Villingen war ich weitgehend zufrieden. Wir waren besser als in den Testspielen.“ Am heutigen Abend fallen allein sechs Spieler aus der Anfangself vom vergangenen Samstag aus. Heine will die Reihen mit Akteuren aus der Bezirksliga-Elf auffüllen. Wer das sein wird, bleibt das Geheimnis des Trainers, der sich wegen des Derbycharakters nicht zu personellen Fragen äußert.

Markus Knackmuß, Spielertrainer des FC Furtwangen, will nicht von einem Prestige-Duell sprechen. „Es ist allein durch die geografische Nähe eine besondere Partie. Aber wir wollen das Spiel als Vorbereitung für die nächste Meisterschaftsaufgabe in Dettingen nutzen. Wir sind nicht so vermessen, um den Einzug in den DFB-Pokal als Ziel auszugeben. Aber wir wollen versuchen, die Donaueschinger zu ärgern und mit einem guten Gefühl aus der Partie gehen.“

Knackmuß hat bei der Auswahl der ersten elf Spieler keine Auswahl. „Wahrscheinlich sieht es sogar so aus, dass ich selbst spielen muss.“ Drei Spieler haben sich in den Urlaub verabschiedet, so dass wieder ein kleiner Engpass entstanden ist.“ Für das Wochenende sieht es wohl wieder besser aus. Und im Hinblick auf die Partie in Dettingen gelte es, nach der Heimniederlage vom vergangenen Samstag wieder Selbstvertrauen aufzubauen. Elfmeterschießen haben die Furtwanger nicht trainiert, wobei die Antwort von Knackmuß vielsagend klingt: „Wir haben gute Elfmeterschützen in unserem Team.“