Fußball-Verbandsliga: Der Bann ist gebrochen. Im sechsten Spiel feierte Aufsteiger DJK Donaueschingen mit dem 2:0-Erfolg gegen Waldkirch den ersten Saisonsieg. Mit nunmehr sechs Punkten, die alle auf eigenem Platz geholt wurden, rückten die Allmendshofener bis auf den zehnten Platz vor. „Psychologisch sind beide Aspekte wichtig. Wir können in der neuen Liga Spiele gewinnen und wir können in der Tabelle Mannschaften hinter uns lassen, auch wenn nach sechs Spieltagen die Tabelle mit Vorsicht zu betrachten ist“, sagt DJK-Trainer Tim Heine.

Über weite Strecken lieferten sich beide Mannschaften am Sonntag ein ausgeglichenes Spiel. Mit zwei späten Treffern, nach der 80. Spielminute, entschied die Heine-Elf die Partie. „Wir haben uns endlich einmal belohnt. Der Sieg wird weiteres Selbstvertrauen geben. Wir hatten auch einmal das nötige Quäntchen Glück und haben den Sieg erzwungen“, ergänzt Heine. Mit sechs Punkten aus sechs Spielen zeigt die DJK Heimstärke, doch das allein wird nicht reichen. „Jetzt müssen auch auswärts Punkte her. Wir sind nicht so weit weg, auch wenn die zwei Auswärtsergebnisse etwas anderes vermuten lassen“, so Heine. Am kommenden Wochenende geht es zum Offenburger FV, der aktuell sogar hinter der DJK in der Tabelle steht.

Neben den beiden Torschützen Sebastian Sauter und Raphael Schorpp glänzte bei der DJK wieder ein Mann, er seit Saisonbeginn für Furore sorgt: Schlussmann Sebastian Neininger. „Sebastian spielt seit Wochen in Top-Form. Ein echter Rückhalt“, lobt Heine seine Nummer eins zwischen den Pfosten. Wie schon in den vergangenen Partien holte Neininger einige Bälle heraus, bei denen die Gäste schon den Torjubel auf den Lippen hatten. Schon mit den zwei gehaltenen Elfmetern gegen den FV Lörrach-Brombach zeigte der Torhüter seine Klasse und auch gegen Waldkirch hielt Neininger einmal mehr ausgezeichnet. Ausgezahlt hat sich zudem, dass Heine offensiv wechselte, um den ersten Sieg zu erzwingen. „Wir haben einen ausgeglichenen Kader und ich weiß, dass ich Qualität nachlegen kann. Das hat sich ausgezahlt!“, freut sich der Trainer, der fest davon ausgeht, dass es am Saisonende vier Absteiger geben wird. Daher gelte es, sich möglichst ständig von diesen Tabellenplätzen fernzuhalten.

Heine hatte vor der Partie taktisch etwas umgestellt. Diese Flexibilität wird auch weiterhin ein Schwerpunkt in der Trainingsgestaltung sein. Die Mannschaft soll für die Gegner schwer ausrechenbar sein. Heine will zudem den Konkurrenzkampf innerhalb der Spieler hochhalten. Einziger Wermutstropfen war am Sonntag der Ausfall von Max Schneider, der mit einer Knie- und Bänderverletzung nach 73 Minuten seinen Platz räumen musste. Heine hofft eine baldige Rückkehr, möglichst schon im Spiel in Offenburg. Dort wird der DJK-Coach jeden Spieler brauchen, denn Heine weiß: „Offenburg hat ambitionierte Ziele. Nach dem Start brennt da schon jetzt der Baum.“