Fußball-Verbandsliga: Kehler FV – DJK Donaueschingen (Samstag, 14.30 Uhr). Zum Abschluss der Vorrunde wartet auf die Donaueschinger eine schier unlösbare Aufgabe. Die Gastgeber haben bereits mehr als doppelt so viele Punkte. Hinzu kommt, dass Kehl auf eigenem Platz eine Macht ist. Sechs Spiele, sechs Siege und ein Torverhältnis von 23:6. Dennoch gibt es einen Aspekt, der Hoffnungen macht. Im Achtelfinale des südbadischen Pokals hielten die Donaueschinger am 3. Oktober die Partie lange offen, bevor sich Kehl mit einem 2:0-Erfolg durchsetzte.

„Auch wir waren zuletzt sechs Spiele auf eigenem Platz ungeschlagen. Serien sind dazu da, um sie zu beenden“, betont Olaf Kurth, Co-Trainer der Donaueschinger. Nach Kehl zu fahren, um dort wegen der eindeutigen Tabellenkonstellation nur die Niederlage in Grenzen zuhalten, ist für Kurth „der falsche Ansatz“. Er sagt: „Es wäre ein Alibi, was ich nicht gelten lasse. Zu sagen, wir haben dort nichts zu verlieren, lasse ich nicht gelten.“ Die jüngste Heimpleite sei aus den Köpfen der Spieler raus. Die Mannschaft sei bereit, sich von einer deutlich besseren Seite zu zeigen.

In erster Linie müssen die Allmendshofener, nicht nur wegen der fünf Gegentreffer gegen Radolfzell, defensiv besser stehen. „Die Abstände zwischen den einzelnen Rehen sind viel zu groß. Zudem muss ein besseres Abwehrverhalten viel weiter vorne beginnen. Das sind Dinge, die sich leicht in den Griff bekommen lassen“, fügt Kurth an. Denkbar ist, dass die Donaueschinger in Kehl ihre Abwehr verstärken werden. Kurth fordert zudem rustikalere Lösungen. „Es lässt sich nicht jede Situation spielerisch lösen. Wir müssen in bestimmten Situationen die Bälle einfach wegschlagen.“

Weiterhin müssen die Baaremer auf die wichtigen Stammspieler Stephan Ohnmacht und Sebastian Sauter verzichten. Auch Raphael Künstler und Daniel Köpfler werden wohl nicht zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass unter der Woche Benedikt Ganter und Florian Kleinhans wegen Beschwerden das Training abbrechen mussten. Kurth, der Cheftrainer Tim Heine vertritt, wird improvisieren müssen. Er nimmt die älteren und erfahrenen Akteure um Raphael Schorpp in die Pflicht, die Mannschaft zu führen. Kurth: „Wir werden trotz der Ausfälle eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bringen. Die Typen müssen vorangehen. Es muss auch einmal ein Tor von uns reichen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“