Eishockey: Zumindest eine Konstante gab es bei den Wild Wings in den vergangenen Wochen. Einem Zwischenhoch folgte immer ein Tief. Genau diese Regelmäßigkeit wollen die Schwenninger nun mit aller Macht beenden. Nach dem erfolgreichen Vier-Punkte-Wochenende gegen München und Straubing geht es für das Team von Paul Thompson nun darum, zu zeigen, dass den starken Auftritten gegen das DEL-Spitzenduo nicht wieder eine Enttäuschung folgt. Zudem haben die Schwenninger mit dem nächsten Gegner noch eine Rechnung offen. Am Freitag (19.30 Uhr) geht es zum ERC Ingolstadt, der die Schwenninger im ersten Saisonspiel mit dem 10:4-Erfolg in der Helios-Arena regelrecht vorführte. „Diese Niederlage war schmerzhaft. Deshalb wollen wir Wiedergutmachung“, fordert Thompson. So sieht es auch Angreifer Max Hadraschek: „Das Spiel war ein Debakel. Vielleicht sind wir deshalb noch ein, zwei Prozent motivierter“, meinte der 24-Jährige, der nach eigener Aussage gerne seinen Vertrag in Schwenningern verlängern möchte.

Am Sonntag, 16.30 Uhr, empfängt das Thompson-Team die Krefeld Pinguine. Ein direkter Konkurrent im Tabellenkeller, der geschlagen werden muss. Dies gelang bereits beim ersten Vergleich in der Helios-Arena, den die Schwenninger Ende September mit einer überzeugenden Leistung 5:2 gewannen. Wollen die Neckarstädter aus dem Tabellenkeller, ist ein Sieg gegen die Rheinländer Pflicht.

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Paul Thompson musste in den vergangenen Wochen aufgrund der sportlichen Misere einiges durchstehen. Luxusprobleme gehörten sicherlich nicht dazu. Doch genau solch eines hat der Brite vor diesem Wochenende. Durch die Verpflichtung der Kanadier Colby Robak und Jordan Caron vergangene Woche sowie die Rückkehr des zuletzt verletzten Schweden Andreas Thuresson hat Thompson zehn einsatzbereite ausländische Spieler. Neun darf er nur aufstellen. Heißt: Einer muss auf die Tribüne. Gegen Ingolstadt trifft es Rückkehrer Thuresson. „Wir wollen mit der gleichen Aufstellung spielen, die am vergangenen Wochenende überzeugt hat“, begründet der Chefcoach seine Entscheidung. Dies betrifft allerdings nur die Feldspieler. Dustin Strahlmeier muss in der Audi-Stadt seinen Platz im Wild Wings-Tor für Ilya Sharipov räumen. Ein etwas überraschender Personalwechsel, denn Strahlmeier hat laut Thompson „sein bestes Wochenende der Saison“ hinter sich. Sein Backup Sharipov habe jedoch sehr gut trainiert und deshalb nach acht Wochen Pause wieder einen Einsatz verdient.

Einer, der definitiv auflaufen wird, ist Kyle Sonnenburg. Die Frage ist nur: Wie lange noch? Der Verteidiger hat einen Try-Out-Vertrag bis zum 15. Dezember. Geht es nach den Schwenningern, trägt Sonnenburg auch darüber hinaus noch das Wild Wings-Trikot. „Wir wollen Kyle behalten und haben ihm deshalb ein Angebot vorgelegt“, sagt Interims-Pressesprecher Hendrik Kolbert.