Die Wild Wings verpassten im zweiten Heimspiel der Saison ihren ersten Heimsieg. Mit 3:4 nach Penaltyschießen mussten sie sich vor 3073 Zuschauern den Augsburger Panther geschlagen geben.

Die ersten Minuten zeigten deutlich, dass der Freitag-Sieg in Iserlohn (4:1) nicht nur wichtig fürs Punktekonto der Wild Wings war, sondern auch für eine kräftige Portion Selbstvertrauen sorgte. Vor den Augen von Bundestrainer Toni Söderholm waren die Schwenninger von der ersten Sekunde an hellwach. Dementsprechend verdient war auch der Führungstreffer in der 7. Minute. Jamie MacQueen traf mit seinem fünften Treffer im vierten Spiel zum 1:0.

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Dieser Treffer war zugleich ein Weckruf für die Augsburger. Von nun an wurde es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Schwenninger nach knapp zwölf Minuten bei einem Konter durch Troy Bourke fast auf 2:0 erhöht hätten.

Die Augsburger ließen zunächst einige gute Chancen liegen. Dafür schlugen sie in der 18. Minute gleich doppelt zu. Zuerst fälschte Thomas Holzmann einen Schlagschuss von Simon Sezemsky zum 1:1. Lediglich 42 Sekunden später lag der Puck erneut im Wild Wings-Tor. Einen leichtsinnigen Scheibenverlust von Schwenningens Christopher Fischer nutzten die Gäste durch David Stieler zu 1:2. Die Wild Wings hätten kurz darauf fast ausgeglichen, doch auch der zweite gefährlichen Konter mit Überzahl verpuffte. Diesesmal konnte Alexander Weiß die Möglichkeit nicht nutzen. Somit gingen die Schwenninger mit einem völlig unnötigen Rückstand in die erste Pause.

Im Mitteldrittel war anfangs wenig attraktives Eishockey zu sehen. Beide Teams gönnten sich offenbar eine verlängerte Pause. Doch nach knapp elf gespielten Minuten im zweiten Abschnitt war es wiederum ein Powerplay, das die Wild Wings zum Jubeln brachte. Christopher Fischer traf per Schlagschuss zum 2:2.

In den Folgeminuten gaben die Augsburger mächtig Gas. Die Schwenninger kamen nur noch selten aus ihrem Verteidigungsdrittel heraus. In dieser Drangphase der Panther hatten die Wild Wings durch Andreas Thuresson die Riesenchance zur Führung. Doch allein vor Roy brachte er die Scheibe nicht an ihm vorbei. Kurz vor Drittelende eine klasse Möglichkeit für Bourke, doch wiederum wollte der Puck nicht ins Augsburger Tor.

In Abschnitt drei war Augsburg beim ersten Powerplay nahe dran am dritten Treffer. Die Wild Wings konnten dies zwar noch überstehen, doch als die Fuggerstädter erneut einen Mann mehr auf dem Eis hatten, schlugen sie zu. Sezemsky traf zum 2:3 (54.). Schwenningen schaffte aber knapp zwei Minuten vor Spielende den Ausgleich, wiederum im Powerplay, wiederum durch MacQueen. Es ging in die Verlängerung. Da diese torlos blieb, musste das Penaltyschießen entscheiden. Hier scheiterten vier Wild Wings-Spieler. Da Stieler für die Panther zum 3:4 traf, nahmen die Gäste zwei Zähler mit nach Hause.