Eishockey: Es wird wieder ernst für die Wild Wings. Nachdem sich die meisten Spieler aufgrund der Deutschland-Cup-Pause etwas erholen konnten, warten nun auf die Schwenninger schwere Aufgaben. Am Freitag, 19.30 Uhr, empfängt das Team von Chefcoach Paul Thompson die Kölner Haie. Am Sonntag, 14 Uhr, geht es in Nürnberg gegen die Ice Tigers.

„Die Pause hat uns sehr gut getan“, betont Thompson. Cedric Schiemenz, der in Toronto (Kanada) bei seiner Freundin war, pflichtet ihm bei: „Es war wichtig für den Kopf. Die Stimmung war in dieser Woche sehr gut.“ In dieser besagten Woche feilten die Wild Wings auch an ihrem Spiel in einer Verlängerung (3 gegen 3-Feldspieler) und am Penaltyschießen. In der laufenden Spielzeit zogen sie im Kampf um den Zusatzpunkt immer den Kürzeren. Vielleicht sind diese Qualitäten bereits am heutigen Freitag gefragt. Gegner Köln hat die letzten beiden Partien jeweils in der Verlängerung gewonnen.

Für den Wild Wings-Coach ist klar, dass die Rheinländer „bislang hinter den Erwartungen blieben“. Der Hauptgrund dürfte die Effektivität beim Tor-abschluss sein. Die Haie sind mit einem Schnitt von zwei Treffern pro Spiel in dieser Statistik Liga-Schlusslicht. Auf fremdem Eis hat das Team von Trainer Mike Stewart mit zwei Siegen in acht Spielen bislang ebenfalls enttäuscht.

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Während die Kölner immerhin mit zwei Erfolgen in die Pause gingen, lief‘s beim Sonntags-Gegner aus Nürnberg richtig schlecht. Die letzten drei Partien wurden allesamt verloren. Somit bekommen es die Schwenninger an diesem Wochenende mit zwei Gegnern zu tun, die mit dem bisherigen Saisonverlauf alles andere als zufrieden und entsprechend auch zu schlagen sind.

An Unterstützung dürfte es den Wild Wings nicht fehlen. Zum Heimspiel gegen Köln erwarten die Verantwortlichen annährend 5000 Zuschauer. Zum Gastspiel in Nürnberg fährt ein Sonderzug mit rund 600 SERC-Fans. Die Mannschaft wird die Fans bei der Rückreise in diesem Zug begleiten. Jedem Spieler dürfte klar sein, dass es bei einer schwachen Leistung eine ungemütliche Rückfahrt werden könnte. Nicht nur deshalb hofft Thompson, dass sein Team an die Leistung vor der Deutschland-Pause anknüpft und auch an diesem Wochenende (mindestens) vier Zähler verbucht. „Wenn wir jedes Wochenende vier Punkte holen, sind wir in einer sehr guten Position“, glaubt der Schwenninger Coach.

Personell gibt es nur wenige Veränderungen im Kader. Die Angreifer Marcel Kurth und Andreas Thuresson werden auch an diesem Wochenende ausfallen. Verteidiger Dominik Bohac ist wieder fit, genauso wie Mirko Sacher, der sich beim Deutschland-Cup am Fuß verletzt hatte.

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Der Langzeitverletze Simon Danner trainiert ab kommender Woche wieder auf dem Eis. „Wir erwarten ihn früher zurück als gedacht“, so Thompson. Auch Boaz Bassen könnte bald wieder im Kader der Wild Wings stehen. Thompson sieht beim 20-Jährigen eine gute Entwicklung beim Zweitligisten und Kooperationspartner Ravensburg. „Boaz soll in Ravensburg etwa 20 Spiele machen, um die nötige Spielpraxis und Erfahrung zu sammeln“, so Thompson. Da Manager Jürgen Rumrich ankündigte, Kyle Sonnenburg habe gute Chancen, dass sein Try-Out-Vertrag (läuft am 15. Dezember aus) verlängert wird, wären bei Danners Rückkehr Ende des Jahres alle Verteidiger fit. Somit hätten die Wild Wings ein Luxus-Problem mit neun Defensivspielern im Kader. Thompson findet eine solche Konstellation sogar gut: „Dann wird der Konkurrenzkampf größer.“

Die Tatsache, dass die Wild Wings mit dem „derzeit besten Spieler“ Troy Bourke um ein weiteres Jahr verlängerten, freut den Chefcoach. Auf die Frage, wann er für sich entschieden habe, dass Bourke bleiben soll, meinte der 51-Jährige kurz und knapp: „Nach unserem zweiten Training.“