Fußball-Landesliga: (daz) Nur drei Siege gelangen am 22. Spieltag den sieben Schwarzwälder Landesligisten. Löffingen und Furtwangen gingen ganz leer aus. Das 1:1-Unentschieden zwischen Obereschach und der DJK Villingen half keinem weiter. Beide stehen auf Abstiegsplätzen.

Zwei Tore geschossen, keins kassiert, drei Punkte geholt, die Verfolger auf Distanz gehalten und den Druck auf Spitzenreiter Pfullendorf erhöht. Ein nahezu perfektes Wochenende für den FC 08 Villingen II, der sich in Furtwangen mit 2:0 Toren durchsetzte. „Kämpferisch und läuferisch hat mich meine Mannschaft überzeugt. Spielerisch geht vielleicht noch etwas mehr, aber der Gesamteindruck stimmte. Wir haben eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt und als echtes Team agiert“, meinte Villingens Trainer Marcel Yahyaijan. Das war auch der Grund, warum der Coach weitgehend auf Wechsel verzichtete. „Ich wollte den Spielfluss nicht unterbrechen“, so Yahyaijan. Mit Walbertsweiler, Pfullendorf und Donaueschingen warten nun drei Schwergewichte auf die Villinger. Yahyaijan: „Da werden wir sehen, wohin die Reise geht.“

Für Markus Knackmuß, Spielertrainer des FC Furtwangen, war der FC 08 II im Derby ein „verdienter Sieger“. Knackmuß weiter: „Villingen hat eine starke Mannschaft, die auch ein Stück weit cleverer agierte. Mit unserer Defensivarbeit war ich weitgehend zufrieden. Ich hätte es nur zu gern gesehen, wenn Florian Kaltenbach fünf Meter vor dem Tor ins Netz und nicht drüber köpft“, so Knackmuß. Dass in seiner Elf einige Spieler fehlten, ist für Knackmuß keine Ausrede. „Jeder, der auf dem Platz stand, sollte für sich den Anspruch haben, zur ersten Elf zu gehören.“ Die Chance, ein Top-Team zu ärgern, haben die Furtwanger nun gleich ein zweites Mal, denn am kommenden Wochenende gastiert Spitzenreiter Pfullendorf im Bregtal. Da will die Knackmuß-Elf gern etwas Schützenhilfe für den Nachbarn aus Villingen leisten.

Der FC Schonach scheint in der Liga mit dem FC Überlingen einen neuen Lieblingsgegner gefunden zu haben. Dem 8:3-Heimsieg ließ die Elf nun ein 5:2 in Überlingen folgen und Trainer Enrique Blanco war einmal mehr begeistert von der Leistung seiner Elf. „Wir hatten im Winter durch den Schnee schlechte Bedingungen in der Vorbereitung. Die jüngsten Ergebnisse sind Ausdruck unserer harten und guten Arbeit. Wir wussten um die Schwächen von Überlingen in der Defensivarbeit und haben diese sehr gut genutzt“, sagt Trainer Enrique Blanco. Seine Elf ging ein hohes Tempo und kaufte damit den Gastgebern den Schneid ab. Zudem gelang es, den Überlinger Torjäger Kuczkowski nicht in Abschlusspositionen kommen zu lassen. Schließlich zeigte Schonach auch noch tolle Konter und war in den meisten Phasen auch gedanklich schneller als der Gastgeber. Ein Sonderlob gab es von Trainer Blanco für Schlussmann Maximilian Pfau, der mehrfach seine Klasse zeigte.

Neun Punkte und 13:4 Tore verbuchte die DJK Donaueschingen aus den vergangenen drei Partien. Der Aufschwung wurde auch beim 4:1 gegen Salem deutlich. „Ich hatte selbst nach dem 2:1-Anschlusstreffer der Salemer keine Befürchtungen, dass wir nicht gewinnen. Im Gegenteil. Mein Gefühl sagte mir immer, dass wir nachlegen werden. Es läuft aktuell sehr gut und auch als Trainer kannst du diese Phase einfach nur genießen“, sagt DJK-Coach Olaf Kurth. Dank der drei Punkte und dem kleinen Lauf ist nun auch der allerletzte Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt. Die von Kurth ausgegebene Zielsetzung, eine Platzierung auf den Rängen fünf bis sieben, rückt immer näher. Weit sind die Donaueschinger auch in der Kaderplanung für die kommende Saison. Kurth: „Zwei, drei Positionen sind noch vakant. Ansonsten haben wir sehr viele Zusagen erhalten.“

Ausgezeichnet fand der FC Löffingen in das Heimspiel gegen den FV Walbertsweiler. Nach drei Minuten stand es 1:0 und die Elf erarbeitete sich weitere gute Chancen. Nach 90 Minuten stand eine 1:2-Niederlage zu Buche, die Trainer Tim Heine ärgerte. „Wir haben uns massenweise Chancen erarbeitet, diese aber viel zu fahrlässig vergeben. Da waren wir unkonzentriert und haben die letzte Entschlossenheit vermissen lassen. Die ersten 45 Minuten waren wir die deutlich bessere Mannschaft“, bilanziert Heine. Auch nach dem 1:2 gab es gute Möglichkeiten. „Wir stehen zweimal allein vor dem Torhüter und bringen die Bälle nicht rein. Gut ist, dass wir uns die Chancen erarbeiten, aber es muss mehr herausspringen“, so Heine. Die Löffinger versäumten es, sich deutlicher von der Abstiegszone zu entfernen.

Schon vor der Partie der DJK Villingen in Obereschach war klar, dass eine Punkteteilung beiden Konkurrenten nicht richtig hilft. Mit dem 1:1 ist es exakt so gekommen. „Wir hatten mehr vom Spiel und auch die klareren Chancen. Allerdings ist uns in der fast 40-minütigen Überzahl nur ein Treffer gelungen. Da haben wir uns manchmal vor dem Tor der Gastgeber nicht clever genug gezeigt“, sagt Jan Hirsch, Trainer der DJK. Hirsch wollte nicht von zwei verlorenen Punkten sprechen, wusste aber auch, dass ein kleiner Befreiungsschlag verpasst wurde. „Immerhin sieht es bei uns personell wieder besser aus. Der Kader ist jetzt wieder gut besetzt. Das muss uns für die nächsten Aufgaben zuversichtlich stimmen. Allerdings brauchen wir jetzt schnell einen Sieg, damit wir den Abstiegsplatz wieder verlassen“, fügt Hirsch an.

Auch der SV Obereschach verpasste den Befreiungsschlag. „Wir sind mit dem einen Punkt zufrieden. Schließlich mussten wir lange in Unterzahl agieren. So eine Partie kannst du auch verlieren, wenn es dumm läuft“, sagt Alexander Lees vom Obereschacher Trainer-Team. Er würdigte die kämpferische Leistung der Mannschaft. „Wir haben alles reingeworfen und alles rausgeholt. Das sind die Tugenden, die wir auch in den kommenden Wochen brauchen. Wir sind noch längst nicht abgestiegen“, so Lees. Die Obereschacher setzen auf die zwei noch ausstehenden Nachholspiele, wobei das erste am Mittwoch gegen Donaueschingen ansteht. Lees: „Am Samstag war die Einstellung der Spieler super. So werden wir uns auch bald belohnen.“

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