Volleyball-Regionalliga, Damen: USC Konstanz – TV Villingen 3:1 (27:25, 26:28, 25:16, 25:17). Ohne Punkte kehrten die Villinger Volleyballerinnen am Samstag vom Gastspiel beim Tabellenführer und designierten Meister aus Konstanz zurück. Über die ersten zwei Sätze hielten die Villingerinnen die Partie offen, doch dann spielte Konstanz seine ganze Routine und Klasse aus. Bei nunmehr acht Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter geht es ab sofort für Villingen nur noch um Platz zwei, um ein mögliches Aufstiegsspiel zur Dritten Liga zu erreichen. Den Titel muss Villingen abschreiben, denn ein Einbruch des Spitzenreiters ist kaum zu erwarten.

„Ich hatte nach dem zweiten Satz ein gutes Gefühl. Danach gelang uns jedoch nahezu nichts mehr durch die Mitte. Der Druck bei den Aufschlägen der Gastgeberinnen wurde immer größer. Wir leben von unserer Athletik, doch diese Qualität haben wir nicht mehr auf den Platz gebracht. Wir müssen neidlos anerkennen, dass Konstanz bärenstark war und verdient gewonnen hat. Da steckt eine große Qualität in diesem Team,“, resümiert Villingens Trainer Sven Johansson, der auch Eigenkritik äußerte. „Ich muss die Niederlage auch ein Stück weit auf meine Kappe nehmen. Wir hätten früher unser Training beginnen und umstellen müssen. Unsere Vorbereitung war zu knapp und das fehlende Testspiel wirkte sich ebenfalls nachteilig aus. Wir hatten uns auf jeden Fall am Samstag deutlich mehr erhofft und auch ausgerechnet.“

Johansson begann wie erwartet mit Michelle Feuerstein, Nikola Strack, Maria Kühne, Pauline Kemper, Nina Schuhmacher, Jule Gaisser und Libera Sonja Kühne. Im ersten Satz war zwischen beiden Teams kein Unterschied zu erkennen. Die Partie verlief auf Augenhöhe, auch weil Villingen gut aufschlug und in der Abwehr gut und stabil stand. Als Villingen gar einen Satzball hatte, versagten jedoch die Nerven und Konstanz schlug mit dem Satzgewinn zurück.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt die Partie, was sie im Vorfeld versprochen hatte. Zwei gute Teams auf hohem Niveau lieferten sich einen sehenswerten Schlagabtausch. Kein Team setzte sich entscheidend ab und erneut ging der Satz in die Verlängerung, diesmal aber mit dem besseren Ende für Villingen. Mit dem 1:1-Satzausgleich war alles wieder offen.

Es folgte die Phase, in der Johansson zunächst ein gutes Gefühl hatte, dann aber eine steigende Fehlerquote mit ansehen musste. Jetzt klappte nicht mehr viel durch die Mitte. Zudem schlug Konstanz sehr variabel auf, was die Villingerinnen in der Abwehr vor große Schwierigkeiten stellte. Die Folge davon war, dass die eigenen Angriffe nicht mehr die Qualität der ersten zwei Sätze hatten. Konstanz hatte jetzt seinen Rhythmus gefunden, Villingen seinen verloren. Auch Auszeiten und Wechsel, Lisa Grünwald, Martina Sias und Amelie Nunnenmacher kamen, halfen nicht, um dem Spiel nochmals eine Wende zu geben. So gingen die Sätze drei und vier deutlicher als erwartet an das Team vom Bodensee.

Johansson war nach der Partie als Seelentröster gefragt. „Einige Spielerinnen hatten Tränen in den Augen. Wir hatten uns so viel vorgenommen. Die Enttäuschung war riesengroß.“ Er empfahl seinen Spielerinnen, die Partie schnell abzuhaken und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. „Es darf uns nicht passieren, dass wir in der Liga nun durchgereicht werden. Auch Platz zwei hat noch seinen Reiz. Wir müssen den Frust in neue Energie umwandeln.“ Villingen rutschte durch die Niederlage von Rang zwei auf Platz vier ab.