Fußball-Landesliga: – Die abgebrochene Saison war eine zum Vergessen. Der VfR Bad Bellingen war durch die 0:8-Schlappe kurz vor Weihnachten als Tabellenletzter in die Winterpause gegangen. Sogar Werner Gottschling, der seit mehr als acht Jahren Trainer der Rebländer ist, war sich seiner Zukunft bei dem Verein nicht sicher. „Wir hatten vor einem Jahr viele Abgänge und zu Saisonbeginn viele Verletzte – eine schwierige Runde war das“, blickt er zurück. Dann kam Corona, und der Verband beschloss, dass es keine Absteiger geben soll. Der VfR Bad Bellingen war gerettet.

Vor Beginn der neuen Saison am 22./23. August blickt Gottschling optimistischer in die Zukunft: „Unser Kader ist ganz klar breiter aufgestellt und hat auch mehr Qualität. Es war immer schwierig, neue Spieler für uns zu gewinnen. Jetzt haben wir auch mal Glück gehabt“, so der Trainer.

Trainer Werner Gottschling (VfR Bad Bellingen): „Unser Kader ist ganz klar breiter aufgestellt und hat auch mehr Qualität. Es war immer schwierig, neue Spieler für uns zu gewinnen. Jetzt haben wir auch mal Glück gehabt.“
Trainer Werner Gottschling (VfR Bad Bellingen): „Unser Kader ist ganz klar breiter aufgestellt und hat auch mehr Qualität. Es war immer schwierig, neue Spieler für uns zu gewinnen. Jetzt haben wir auch mal Glück gehabt.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Was den Kader für die kommende Runde betrifft, ragen zwei Namen heraus: Tim Siegin und Christian Ophoven. „Tormaschine“ Siegin verließ den VfR Bad Bellingen vor einem Jahr, um beim Regionalligisten Bahlinger SC eine neue Herausforderung zu finden. Da er allerdings in Basel studiert, ist ihm der Aufwand inzwischen zu groß. So entschloss er sich zur Rückkehr in seine alte Heimat. Wie gut er sich bei den Rot-Schwarzen zu Hause fühlt, stellte Siegin, der vor zwei Jahren mit 46 Toren in 32 Spielen den Bezirksliga-Rekord nach oben schraubte, beim 5:2-Pokalsieg seiner Elf am Sonntag in Wittlingen klar. Der Stürmer netzte gleich vier Mal im Derby ein.

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Der zweite Rückkehrer ist Christian Ophoven, den es vor einem Jahr zum Freiburger Bezirksligisten FC Wolfenweiler-Schallstadt gezogen hat. Er ist eine echte Verstärkung im Mittelfeld des VfR Bad Bellingen. „Ihm gefällt es einfach bei uns“, freut sich Werner Gottschling.

VfR Bad Bellingen

Kurz vor Ende der Wechselfrist gelang es den Bad Bellingern, Dustin Riede vom SV Weil zu verpflichten. Der Verteidiger begleitet damit seinen Ex-Weiler Mannschaftskollegen Adrian Mouttet, der kurz zuvor dem Bad Bellinger Sportchef Stephan Hosslin zugesagt hatte. Viel Talent pflichtet Gottschling auch Karim Billich bei, der von den A-Junioren des FC Auggen kommt.

Wieder zurück in den Kader von Gottschling rückt Abwehrmann Enno Mayer, der aber schon im Sommer 2019 vom FV Lörrach-Brombach ins Rebland wechselte. Ebenfalls vom FV Lörrach-Brombach kam in der Winterpause der abgebrochenen Runde Ali Durmus. Im Frühjahr hatte dieser noch keine Freigabe, und dann kam Corona. Jetzt sind endlich Einsätze möglich.

Dagegen verlor der VfR Bad Bellingen „nur“ vier Akteure. Yannick Müller hat bei Aufsteiger FC Wittlingen unterschrieben. Nikolas Zimmermann, Tim Weber und Maximilian Ernst spielen künftig für den FC Kandern.

„Die Liga ist stärker besetzt als vergangene Saison“, verspricht sich Gottschling viel Spannung im Kampf um Titel und Ligaverbleib. Auf einen Titelfavoriten wollte sich der Coach aber nicht festlegen.

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