Fußball-Verbandsliga: – Das war echt stark, was der SV Weil im ersten Testspiel vor der neuen Runde gegen den Landesligisten SV 08 Laufenburg fabrizierte. Mit 7:0 fertigte der Verbandsligist den Gast ab. Trainer Andreas Schepperle leistete sich sogar den Luxus, in der Pause die gesamte Mannschaft auszutauschen. Die Weiler Elf der zweiten Hälfte brillierte ebenso, stand der ersten Elf in nichts nach.

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Schepperle will die Testspiele nicht überbewerten. Schon wenige Tage später bekleckerte sich der SV Weil mit dem mühsamen 1:1 beim FSV Rheinfelden nicht mit Ruhm. Eines gibt Schepperle aber zu: „Mit meinem Kader bin ich super zufrieden. Wir haben in der Breite und auch in der Qualität zugelegt. Bei der Aufstellung werde ich die Qual der Wahl haben.“

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Als Aufsteiger hatte der SV Weil in der vergangenen abgebrochenen Saison eine tolle Hinrunde hingelegt. „Viele Gegner hatten uns da auch ein bisschen unterschätzt“, bleibt Schepperle bescheiden. Die Spitzenteams wie der Kehler FV oder der Offenburger FV hätten, so Schepperle, dem SV Weil schon die Grenzen aufgezeigt.

Letztlich setzte sich beim Saisonabbruch wegen Corona im Frühjahr Lokalrivale FV Lörrach-Brombach als Meister durch und verabschiedete sich Richtung Oberliga. Der SV Weil wurde aber dennoch hinter dem Offenburger FV und dem Kehler FV hervorragender Vierter.

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Immer wieder musste sich der Trainer anhören, dass seine Mannschaft vor allem mit Torjäger Ridje Sprich – er erzielte 21 von 39 Weiler Treffern in 18 Spielen – einen überragenden Sturm habe, es aber in der Defensive aber bisweilen hapere. „Das stimmt so nicht. In den letzten fünf Spielen vor der Winterpause haben wir nur ein Gegentor kassiert“, verteidigt Schepperle seine Defensivabteilung.

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In der neuen Saison habe man sich mit Maximilian Maier von der U19 des SC Freiburg und Arben Gashi in der Defensive enorm verstärkt. Glücklich schätze man sich auch, dass Defensivmann Julien Tschira nach einem halbjährigen Intermezzo beim FSV Rheinfelden wieder ins Weiler Nonnenholz zurückgefunden hat. „Auch mit ihm wird unsere Abwehr noch stabiler“, so Schepperle.

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Knapp vor dem Trainingsauftakt sicherte sich der SV Weil noch die Dienste von Buba Ceesay, der aus der Nachbarschaft vom FV Lörrach-Brombach kam. „Er könnte Yannik Weber im Sturm ersetzen, der beruflich angespannt ist und nur noch in unserer Reserve spielen will“, hofft der Trainer. Schepperle betont auf alle Fälle, dass der Sturm sich beim SV Weil nicht nur auf Ridje Sprich reduziert.

Zwar ist er kein Neuzugang, doch irgendwie doch: Almin Mislimovic kam im Winter von den Basler Black Stars zurück über den Rhein, absolvierte dann aber nur ein Spiel, ehe die Saison gestoppt wurde. Jetzt will er beweisen, dass er sich nahtlos wieder ins mannschaftliche Gefüge des SV Weil einfügen kann.

Andreas Schepperle, Trainer SV Weil: „Ganz oben werden wir nicht mitspielen. Wir wollen aber ins vordere Drittel.“
Andreas Schepperle, Trainer SV Weil: „Ganz oben werden wir nicht mitspielen. Wir wollen aber ins vordere Drittel.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Insgesamt neun Zugängen stehen beim SV Weil drei Abgänge gegenüber. Das allein beweist, dass der SV Weil breit aufgestellt ist. 29 Spieler stehen vorerst auf Schepperles Liste. Auf den Spuren des FV Lörrach-Brombach zu wandeln und auf die Oberliga zu schielen, verbietet sich für die Verantwortlichen um Sportchef Perseus Knab, Cheftrainer Schepperle und seinen „Co“ Thomas Schwarze. „Ganz oben werden wir nicht mitspielen. Wir wollen aber ins vordere Drittel“, will Schepperle auf dem Boden bleiben. Als Titelfavoriten nennt er den Offenburger FV, den Kehler FV und den SC Pfullendorf.

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