Der Ball im Fußballbezirk Hochrhein ruht in Zeiten von Corona. Die 0:6-Schlappe der deutschen Nationalmannschaft am Dienstagabend in Spanien sorgt aber überall für Diskussionsstoff.

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Wir haben bei zwei Trainern unserer Region nachgefragt und auch wissen wollen, ob Joachim Löw noch der richtige Nationaltrainer ist oder seine Tage vielleicht doch schon gezählt sind.

Giuseppe Stabile, Trainer des A-Kreisligisten SV BW Murg:

Giuseppe Stabile
Giuseppe Stabile | Bild: Neithard Schleier

„Das war ein rabenschwarzer Tag. Die deutsche Mannschaft ist nicht die Zweikämpfe gegangen, hat – salopp gesagt – die Corona-Abstandsregeln auf dem Platz optimal eingehalten. Die Vorgabe Löws, gegen die Spanier kompakt zu stehen, wurde nicht umgesetzt. Die Frage, die sich Löw stellen muss, ist, ob er noch Zugriff auf seine Spieler hat. Andererseits stehe ich voll hinter seiner Entscheidung, auf Boateng, Hummels und Müller zu verzichten und stattdessen auf die Jungen zu setzen. Das ist der richtige Weg.“

Georg Isele, Trainer des Bezirksligisten SG Mettingen/Krenkingen:

Georg Isele
Georg Isele | Bild: Scheibengruber, Matthias

„Dieser Auftritt war lustlos und glatte Arbeitsverweigerung. Man kann verlieren, aber Art und Weise sind inakzeptabel. Keine Bereitschaft, sich gegen die Niederlage zu stemmen, keine Körpersprache. Die Kommunikation auf dem Platz und vom Trainer zu den Spielern fehlte völlig. Während Spaniens Trainer Luis Enrique Kommandos gab, war bei uns nichts zu hören. Löw saß – in sich gekehrt – auf der Bank, statt sich zu überlegen, das 4-3-3-System umzustellen. Alle sind jetzt in der Pflicht. Auch Löw, der bisher eine gute Arbeit abgeliefert hat, muss sich mehr einbringen. Eine Aufarbeitung ist jetzt wichtig, keine Trainerdiskussion.“

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