Eishockey: – Keine guten Nachrichten trudelten vor dem Wochenende beim EHC Herrischried ein. Gerade bereitete sich der Verein aufs erste Heimspiel der neuen Saison gegen den EHC Binningen in der 3. Schweizer Liga vor, da kam per WhatsApp die Nachricht der Regio-Liga: „Saison vorerst unterbrochen“, meldete der Liga-Ausschuss.

Manfred Hofmann, Vorsitzender des EHC Herrischried: „Lieber eine klare Unterbrechung der Saison, als dass jedes Spiel bis kurz vor dem Anpfiff auf der Kippe steht“
Manfred Hofmann, Vorsitzender des EHC Herrischried: „Lieber eine klare Unterbrechung der Saison, als dass jedes Spiel bis kurz vor dem Anpfiff auf der Kippe steht“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Begründet wird die Absage mit den stark angestiegenen Fallzahlen. Allerdings wäre das für Sonntag geplante Spiel ohnehin ausgefallen, weil der EHC Binningen einen Verdachtsfall auf Corona in seinen Reihen gemeldet hat.

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Schon seit Wochen steht der EHC Herrischried auf dünnem Eis. Bis dato standen fünf Spiele auf dem Plan, ausgetragen wurden zwei. Neben einem Testspiel war nur die Partie beim HC Fischbach-Göslikon (5:4) möglich. Das Vorbereitungsspiel beim EHC Basel sagte der Gegner wegen Personalmangel ab. Das Pokalspiel beim EHC Herzogenbuchsee wurde kampflos gewonnen, weil beim Gegner ein Coronafall festgestellt wurde. Aus gleichem Grund entfiel das Spiel gegen den EHC Binningen.

Wie es weitergeht, wissen die Verantwortlichen nicht. Aktuelle Informationen zur Unterbrechung lägen ihm nicht vor, so Vorsitzender Manfred Hofmann: „Wir warten noch auf eine offizielle Benachrichtigung und auf Informationen zur Dauer der Unterbrechung.“

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Hofmann vermutet, dass der Verband die Sitzung des Schweizer Bundesrates am Mittwoch abwartet. Hier sollen der neue Corona-Regelungen für die Schweiz beschlossen werden. Hofmann hat angesichts der Entwicklung aber wenig Hoffnung, dass etwas anderes als Liga-Abbruch herauskommt. Schließlich seien im Kanton Bern schon jetzt Unterbrechungen von einem Monat bis in die Profiliga verfügt worden.

„Insgesamt bin ich mit der Lage den Umständen entsprechend zufrieden. Lieber so, als dass jedes Spiel bis kurz vor dem Anpfiff auf der Kippe steht“, sagt Hofmann. Ein Problem sieht er, wenn die Unterbrechung über sechs Wochen hinaus gehe: „Die Nutzung der Halle und das Training kosten uns viel Geld. Wir müssen schauen, was ohne Einnahmen noch finanzierbar ist.“

Kapitän Klaus Bächle vom EHC Herrischried: „Wir würden natürlich gern weiterspielen. Auch wenn bei einigen Spielern schon jetzt immer ein ungutes Gefühl dabei gewesen ist. Die Angst, im Beruf wegen einer Infektion auszufallen, spielt immer mit – gerade für die selbstständig Tätigen.“
Kapitän Klaus Bächle vom EHC Herrischried: „Wir würden natürlich gern weiterspielen. Auch wenn bei einigen Spielern schon jetzt immer ein ungutes Gefühl dabei gewesen ist. Die Angst, im Beruf wegen einer Infektion auszufallen, spielt immer mit – gerade für die selbstständig Tätigen.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Kapitän Klaus Bächle gibt offen zu, dass die Stimmung im Team gerade schlecht sei: „Wir haben wenig Hoffnung, dass die Saison weiter geht.“ Bächle rechnet zudem mit wachsenden Schwierigkeiten für die vier Schweizer, regelmäßig zum Training auf den Hotzenwald kommen zu können.

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„Wir würden natürlich gern weiterspielen. Auch wenn bei einigen Spielern schon jetzt immer ein ungutes Gefühl dabei gewesen ist. Die Angst, im Beruf wegen einer Infektion auszufallen, spielt immer mit – gerade für die selbstständig Tätigen“, so Bächle. So lang die Eishalle geöffnet sei, werde aber weiterhin donnerstags gemeinsam trainiert.

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