Die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie treffen auch die Reitvereine unserer Region hart. Zwar ist das Reiten ein ausgewiesener Individualsport, der grundsätzlich nach der Corona-Verordnung Sport der Landesregierung nicht verboten ist, doch die Auflagen sind hoch. Auch beim RFV Klettgau-Bühl und beim RV Tiengen ist Improvisation gefragt.

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Der RFV Klettgau-Bühl musste schon beim ersten Lockdown im März sein Frühjahrs-Reitturnier wenige Tage vor dem geplanten Termin absagen. Die zweite Veranstaltung, die der Verein alljährlich als Freiland-Turnier im Sommer ausrichtet, fand – wenngleich unter strengen Auflagen – im August statt.

Veranstaltungen gibt es derzeit sowieso keine. Doch wie sieht das Vereinsleben im Alltag in Bühl aus? „Nach den Tierschutz-Bestimmungen müssen die Pferde bewegt werden“, sagt Vereinsvorsitzende Sandra Burger. Die Erwachsenen reiten für sich – unter Wahrung des geforderten Mindestabstands. Termine wie die Kinderreitstunde wurden aber vorerst gestrichen. „Draußen ist Einzelunterricht möglich, aber kein Gruppenunterricht. Drinnen läuft der Einzelunterricht unter strengen Auflagen ab“, versichert die Vorsitzende.

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Fest im Terminkalender des Vereins steht noch der Weihnachtslehrgang mit Abzeichenprüfung zwischen Weihnachten und Neujahr. Sandra Burger: „Wir würden ihn gern durchführen, aber das hängt noch in der Schwebe.“

Die Termine für die beiden traditionellen Turniere des RFV Klettgau-Bühl im kommenden Jahr sind schon festgezurrt: Um Pokale und Urkunden soll am 27./28. März sowie am 28./29. August geritten werden, wenn Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.

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Der RV Tiengen musste schon vor dem zweiten Lockdown sein Jugendreitturnier im September absagen, da er kein Hygienekonzept für die Veranstaltung erarbeiten konnte. „Das Turnier hätte in der Halle und draußen stattgefunden. Auch auf der Tribüne hätte der Mindestabstand eingehalten werden müssen“, erläutert Vereinsvorsitzende Nicole Huber die Schwierigkeiten, die zur Absage führten. Schon das große Pfingstreitturnier Ende Mai und Anfang Juni war ausgefallen.

Der Termin für das Pfingstturnier 2021 ist noch fix. Es soll vom 22. bis 24. Mai auf dem Reitplatz an der Wutach stattfinden. „Das Turnier ist komplett draußen“, nennt die Tiengener Vereinschefin einen wichtigen Punkt, der für die Durchführung der Veranstaltung spricht: „Die Frage ist nur, wie groß das Turnier sein wird.“ Vielleicht werde es, so Nicole Huber, auch nur ein Turnier in abgespeckter Form. Angedacht ist beim Tiengener Reitverein auch eine Vereinsmeisterschaft, die im März 2021 ausgeritten werden könnte. „Ob das aber möglich ist, müssen wir abwarten“, ist Huber eher skeptisch.

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Das Vereinsleben sei derzeit angesichts der strengen Corona-Auflagen sehr reduziert. Nicole Huber: „Das Beisammensein fehlt, das gesellige Miteinander.“ Einzelunterricht sei zwar möglich, aber nur unter strengen Auflagen. Dennoch ist die Tiengener Vorsitzende froh, ihren Sport überhaupt ausüben zu dürfen: „Ich darf mit meiner Schwester und auch mit einer Person aus einem anderen Haushalt reiten. Das empfinde ich in diesen Zeiten als Privileg.“