Mountainbike: – Der Rothaus Bike Giro, das bedeutendste Mountainbike-Etappenrennen in Deutschland (UCI-Kategorie S2) über die Gesamtdistanz von 255 Kilometern mit 7110 Höhenmetern, ging in Grafenhausen zu Ende. Die vierte und letzte Etappe führte mit Start und Ziel bei der Rothaus-Brauerei bei besten äußeren Bedingungen über 63 Kilometer und 1450 Höhenmeter über Höchenschwand, durch das Schwarzatal und das Mettmatal, wobei ein besonders technisch anspruchsvolles Teilstück der legendäre Felsenweg war.

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Die Ausgangslage bei den Elite-Männern war vor dem finalen Teilstück äußerst spannend. Die drei Etappen davor mit zwei Mal Start und Ziel auf dem Notschrei und die dritte Etappe, ebenfalls in Grafenhausen, wurden geprägt vom Zweikampf zwischen Vorjahressieger und Lokalmatador Simon Stiebjahn aus Neustadt (Singer Racing Team) und dem Ex-Europa- und Weltmeister aus Portugal, Tiago Ferreira.

Zwar hatte Stiebjahn zwei der drei Etappen für sich entschieden, aber auf der zweiten Etappe einen Mini-Rückstand von neun Sekunden eingefangen, was sich vor dem letzten Tagesabschnitt auf ein Handicap von sieben Sekunden summierte. Die Frage war, ob es dem ehemaligen deutschen Meister auf der Langstrecke gelingen würde, diesen Rückstand auf dem schnellen Schlussstück noch in einen Vorsprung verwandeln zu können.

Ganz nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ war es dann aber der Portugiese, der attackierte und einen kleinen Vorsprung herausfuhr. Zwar gelang es dem Neustädter, diesen bis zur zweiten Verpflegung wieder zu egalisieren, aber für einen Gegenangriff war Ferreira zu stark. „Ich sah keine Chance mehr, Tiaga nochmals zu attackieren und konzentrierte mich deshalb auf den dritten Tagessieg“, sagte Stiebjahn im Ziel. Dieser gelang ihm souverän mit einer deutlich höheren Endschnelligkeit als der zwei Jahre ältere Portugiese.

Starke Frauen-Konkurrenz

Aufs Podium: Vorjahressiegerin Janine Schneider aus Jestetten hatte es dieses Mal mit starker Konkurrenz zu tun und fuhr dennoch in der ...
Aufs Podium: Vorjahressiegerin Janine Schneider aus Jestetten hatte es dieses Mal mit starker Konkurrenz zu tun und fuhr dennoch in der Gesamtwertung auf den dritten Platz. | Bild: Ralf Schäuble

Bei den Frauen hatte es Janine Schneider aus Klettgau-Bühl, die für den VC Singen fährt, mit deutlich stärkerer Konkurrenz zu tun als im vergangenen Jahr, als sie den Rothaus Bike Giro gewann. Die Schweizer Vize- Europameisterin auf der Marathon-Distanz, Janina Wüst, war zu stark und ließ nur am letzten Tag der österreichischen Nachwuchshoffnung Corina Druml den Vortritt.

Diese gehörte ursprünglich ebenfalls zu den Favoritinnen auf den Gesamtsieg, war aber in der Gesamtwertung keine Gefahr, weil sie sich am ersten Tag einen großen Rückstand aufgrund eines Reifenschadens eingefangen hatte. Mit konstanten Tagesleistungen schaffte es Janine Schneider gegen die starke Konkurrenz doch noch als Dritte aufs Podium. Damit war sie sehr zufrieden, auch wenn sie den Sieg vom vergangenen Jahr gern wiederholt hätte.

Stark: Mark Jagenow vom RSV Bad Säckingen wurde bei den Masters 2-4 Dritter.
Stark: Mark Jagenow vom RSV Bad Säckingen wurde bei den Masters 2-4 Dritter. | Bild: Ralf Schäuble

Neben Schneider bei den Frauen waren auch bei den Männern einige Mountainbiker aus unserer Region am Start. Bester war Mark Jagenow vom RSV Bad Säckingen. In der Lizenzklasse der Masterkategorie 2-4 wurde er trotz Reifenschadens am zweitletzten Tag mit einer Gesamtzeit von 11:31:14 Stunden Dritter. Trotz der Panne war die Podiumsplatzierung nicht in Gefahr, da er ein ausreichendes Zeitpolster auf den Vierten hatte. Allerdings musste er eingestehen, dass auch ohne Defekt Rang zwei wohl nicht mehr in Reichweite gewesen wäre.

Winkelsträter vor Benz

Natur pur: Der Bad Säckinger Johannes Winkelsträter wurde in „Fun3“ Dritter.
Natur pur: Der Bad Säckinger Johannes Winkelsträter wurde in „Fun3“ Dritter. | Bild: Ralf Schäuble

Seine Vereinskollegen vom RSV Bad Säckingen, Johannes Winkelsträter und Max Benz, belegten bei den Männern Fun3 (Ü40) und Fun1 (Ü20) die Plätze drei (12:05:05 Std.) und vier (12:53:43).

In der Elite-Klasse der Männer war Marc Spörndle vom VBC Waldshut-Tiengen am Start. Im international top-besetzten Feld belegte er mit einer Fahrzeit von 12:31:17 Stunden Rang 37.