Kunstrad: – Für das EM-Ticket hat es noch nicht gereicht, aber dennoch dürfen Anika Papok und Anna-Sophia von Schneyder auf ihre Leistung bei der Qualifikation zur Europameisterschaft der Elitefahrerinnen im hessischen Langenselbold stolz sein.

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Für den Kunstrad-Zweier des RV Lottstetten, der sich im August des vergangenen Jahres den Titel bei der Junioren-EM gesichert hatte, war die Veranstaltung in Hessen die erste EM-Qualifikation in der Elite-Klasse, in die beide erst dieses Jahr aufgestiegen sind. Obwohl es nur darum ging, erste Erfahrungen bei den „Größeren“ zu sammeln, ließen Papok/von Schneyder schon in der Vorrunde aufhorchen und kamen mit 119,9 Punkten bei eingereichten 128,20 Punkten auf Platz drei. Dies bedeutete die Qualifikation für das Finale der besten Vier am Abend. Die Lottstetterinnen ließen dabei die Vizeweltmeisterinnen von 2018, 2019 und 2021, Wurth/Wöhrle aus Gutach, hinter sich. Diese mussten sich mit dem vierten Rang in der Vorrunde begnügen. Es siegten die Weltmeisterinnen Marquardt/Vordermeier vor den Weltcup-Führenden Kirst/Bärk vom RSF Bonn-Duisdorf.

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Die besten vier Duos fuhren im Finale am Abend in einer K.O.-Runde um die Tickets für die EM am 17./18. Juni in Ungarn. Die Gegnerinnen von Anika Papok und Anna-Sophia von Schneyder waren die deutschen Vizemeisterinnen Henny Kirst und Antonia Bärk. Da diese 151,30 Punkte eingereicht hatten und ihre Kür einen höheren Schwierigkeitsgrad als die der Lottstetterinnen hatte, hatten sich Papok/von Schneyder keine großen Chancen ausgerechnet. Es sollte aber doch spannend werden, da die Lottstetterinnen ohne Sturz vorlegten. Am Ende sollte es aber doch nicht ganz reichen. Zwar hatte sich Bär beim Schulterstand einen Sturz geleistet, doch die Kampfrichter gaben den Lottstetterinnen für ihre Kür Punktabzüge.

Die Lottstetter Trainerin Kerstin von Schneyder ist mit ihren Mädchen mehr als zufrieden. Tags zuvor hatten beide noch die Schule besucht und sogar Klassenarbeiten geschrieben, bevor es über 420 Kilometer nach Hessen ging, wo schon abends trainiert wurde.