Golfsport:- Ihre Enttäuschung verhehlen Verbandspräsident Otto Leibfritz (Reutlingen) und Rainer Gehring, Geschäftsführer des Baden-Württembergischer Golfverband (BWGV) aus Holzgerlingen, kaum. In einer Pressemitteilung machen sie deutlich, dass sich der Golfsport von der Landesregierung „im Stich gelassen“ fühlt.

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Die Betreiber der Golfanlagen und die Golfspieler in Baden-Württemberg hätten wie das BWGV-Präsidium fest damit gerechnet, dass die Gespräche zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten dazu führen würden, dass Golfanlagen in Baden-Württemberg spätestens morgen, unter Beachtung der hinreichend bekannten Hygiene- und Abstandsmaßnahmen geöffnet werden dürfen, schreibt der Verband, der sich bestärkt fühlte, weil in Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland Pfalz, sowie seit dieser Woche in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen unter den aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen Golf gespielt werden darf.

Nun sei den Golfern klar, dass es Lockerungen für den Sport insgesamt und für den Golfsport im Besonderen in Baden-Württemberg wohl frühestens nächste Woche gebe. „Daher muss man feststellen: Der Sport wird aktuell in Baden-Württemberg nicht gehört – und das trotz der bisher gezeigten Solidarität und der Vorlage von ausgefeilten Hygienekonzepten und Leitfäden für den Spielbetrieb bei den zuständigen Ministerien“, schreibt der Verband.

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BWGV-Präsident Otto Leibfritz sagt: „Ich bin enttäuscht, dass dem Sport in Baden-Württemberg, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, offensichtlich keine besondere Bedeutung beigemessen wird. In den bisherigen Statements unserer Politiker findet der Breitensport mit seinen rund 3,7 Mio Mitgliedern nahezu keine Erwähnung! Insbesondere bei den Outdoor-Sportarten ist, nachdem über Wochen Solidarität geübt wurde, eine Öffnung überfällig.“

Um eine Änderung des Status Quo zu erreichen, werde eine Golfanlage den Klageweg beschreiten. Der BWGV unterstützt dieses Vorgehen ausdrücklich, da die Existenz der 90 Golfanlagen in Baden-Württemberg ernsthaft in Gefahr sei. Der Golfsport fühle sich, wie viele andere Sportarten, im Vergleich zu anderen Bundesländern von der Landesregierung aktuell nur noch im Stich gelassen.

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