Fußball: – Die Namen der Finalisten fehlten noch auf dem in der Sonne glitzernden Küssabergpokal, den Landrat Martin Kistler vor fünf Jahren gestiftet hat. Das war nötig, weil sich 2016 der FC Geißlingen den Pokal mit dem dritten Erfolg endgültig gesichert hatte. So schickten sich der FC Hochrhein und Gastgeber FC Grießen an, zum Abschluss des über neun Tage ausgedehnten Sommerfestes den „Kübel“ zu sichern.

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Triumphiert hat am Ende der Favorit aus dem Bohnenviertel. Nach Toren von Kapitän Simon Lauber, Thomas Wehrle und Francesco Melina, der kurz vor Schluss einen Strafstoß verwandelte, löste der FC Hochrhein den Vorjahressieger SV Rheintal ab.

Entscheidung: Francesco Melina (Nr. 11) traf per Foulelfmeter zum 3:0-Endstand für den FC Hochrhein im Finale um den Küssaburgpokal ...
Entscheidung: Francesco Melina (Nr. 11) traf per Foulelfmeter zum 3:0-Endstand für den FC Hochrhein im Finale um den Küssaburgpokal gegen Gastgeber FC Grießen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Eigene Turniersiege der Endspielgegner lagen zeitlich schon weit zurück. Vor genau zehn Jahren hatte der FC Grießen gewonnen, ein Jahr später der gerade neu gegründete FC Hochrhein. Es wurde also Zeit, für beide Mannschaften. Die hatten eine gute Woche in Grießen hinter sich.

Gelungener Einstand für Thomas Halmer

Der FC Hochrhein präsentierte sich im Klettgau erstmals mit dem neuen Trainer Thomas Halmer und dessen Co-Trainer Dirk Zipfel. Das Duo kann auf die von Vorgänger Philip Brandl übergebene und in der Bezirksliga bewährte Elf bauen. Das machte sich im Zusammenspiel bemerkbar, aber auch in den Toren. Alle drei Treffer im Finale resultierten aus so genannten Standards. Die Gruppenspiele gegen den FC Geißlingen (5:1) und den SC Lauchringen (3:1) wurden souverän gewonnen.

Das passt: Der neue Trainer Thomas Halmer und sein Co Dirk Zipfel (rechts) feierten mit dem Sieg im Küssaburgpokal-Turnier einen ...
Das passt: Der neue Trainer Thomas Halmer und sein Co Dirk Zipfel (rechts) feierten mit dem Sieg im Küssaburgpokal-Turnier einen gelungenen Einstand beim Bezirksligisten FC Hochrhein. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dirk Zipfel, der bis Saisonende an der Seite von Tobias Schneider für die Verbandsliga-Fußballerinnen des FC Hochrhein verantwortlich zeichnete, zog eine zufrieden stellende Bilanz: „Wir haben kaum Veränderungen im Kader, abgesehen davon, dass Fabio Kech und Lucas Mülhaupt zurück zum FC Dettighofen sind. Also können wir auf das bewährte Team setzen und die aus der Reserve aufgerückten Manuel Schupp, Mirko Burmeister und Marcel Kübler integrieren.“ Besonders freute sich Zipfel, dass die Defensive stabiler geworden sei: „Da hatten wir zuletzt etwas Probleme.“

Jörg Ritter gibt sich begeistert

Kaum einen Kritikpunkt fand Jörg Ritter vom FC Grießen: „Meine Mannschaft hat mich in dieser Woche begeistert. Wir konnten wegen der Arbeitsdienste vor dem Turnier kaum trainieren, aber die Auftritte machen Mut“, baut er darauf, dass 2022/23 nicht wieder erneut eine Zittersaison wird.

Begeistert: Trotz der 0:3-Niederlage im Finale gegen den FC Hochrhein war Trainer Jörg Ritter mit dem Auftritt des FC Grießen äußerst ...
Begeistert: Trotz der 0:3-Niederlage im Finale gegen den FC Hochrhein war Trainer Jörg Ritter mit dem Auftritt des FC Grießen äußerst zufrieden. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Die Zuversicht wird genährt vom guten Einstand der Neuen: Fabian Oberle, der vom SV Gurtweil kam, und Tobias Axler, der zuletzt beim SC Lauchringen spielte, fügten sich ähnlich gut ein, wie Tom Büttner, Johannes Schilling und Felix Gantert aus der „Zweiten“ sowie der 17-jährige Nachwuchsspieler Maximilian Tröndle. Nach einem 0:0 gegen Titelverteidiger SV Rheintal reichte dem FC Grießen ein 1:0 gegen den VfR Horheim-Schwerzen, Sieger von 2020, zum Finaleinzug.

Tor verpasst: Nico Maier vom FC Hochrhein scheiterte vor Grießens Schlussmann Jonas Aich.
Tor verpasst: Nico Maier vom FC Hochrhein scheiterte vor Grießens Schlussmann Jonas Aich. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Platz drei für FC Geißlingen

Dank der zwei frühen Tore von Robin Nohl sowie den Treffern von Aaron Nohl und Jonathan Grießer nach dem Wechsel verdiente sich der FC Geißlingen den dritten Platz mit einem 4:0 gegen den VfR Horheim-Schwerzen. Fünfter des Turniers wurde der SV Rheintal vor dem SC Lauchringen.

Küssabergpokal 2022, Siegerehrung für FC Hochrhein: Bürgermeister Ozan Topcuogullari, Kapitän Simon Lauber, Vorsitzender Alexander Tröndle
Küssabergpokal 2022, Siegerehrung für FC Hochrhein: Bürgermeister Ozan Topcuogullari, Kapitän Simon Lauber, Vorsitzender Alexander Tröndle | Bild: Scheibengruber, Matthias

Bei der Siegerehrung mit Klettgaus Bürgermeister Özan Topcuogullari bedankte sich Vorsitzender Alexander Tröndle ausdrücklich bei den Mitgliedern des FC Grießen, die in neuen arbeitsreichen Tagen auf der Sportanlage zum Gelingen des verspäteten Festes zum 100. Geburtstag beigetragen haben.