Kunstradfahren: – Zufrieden, aber doch nicht restlos. So machte sich Alisa Lais vom RSV Wallbach mit ihrer Mutter und Trainerin Claudia Lais nach den baden-württembergischen Meisterschaften auf den Heimweg. Mit 180,20 Punkten hatte sie ihr Programm eingereicht, den viertbesten Wert.

Nach den fünf Wettkampfminuten standen noch 165,20 Punkte auf der Anzeigetafel – Platz vier. Gerade einmal vier magere Punkte fehlten ihr, um sich noch vor Lena Günther (RV Nufringen) aufs Siegertreppchen zu schieben. Baden-württembergische Meisterin wurde Lara Füller vom RKV Poppenweiler.

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Vor dem ersten Wettkampf nach der Corona-Pause hatte sich Alisa Lais vor allem zum Ziel gesetzt, das Programm sicher und stabil zu fahren. Doch die mehrwöchige Unterbrechung des regelmäßigen Trainings wirkte sich dann in Ravensburg doch etwas aus. Schon beim Einfahren deutete sich an, dass es in Oberschwaben knapp werden könnte: „Die Luft in der Halle war sehr stickig. Das machte zu schaffen“, berichtet Claudia Lais von ungewohnten Bedingungen ohne größere Zuschauerkulisse.

Vierter Platz: Die Rückwärtspassagen haben hervorragend geklappt. Dennoch musste Alisa Lais vom RSV Wallbach einige Punkte Abzug hinnehmen und kam bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Ravensburg auf den undankbaren vierten Rang.
Vierter Platz: Die Rückwärtspassagen haben hervorragend geklappt. Dennoch musste Alisa Lais vom RSV Wallbach einige Punkte Abzug hinnehmen und kam bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Ravensburg auf den undankbaren vierten Rang. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Alisa Lais fehlte ganz offensichtlich der Wohlfühlfaktor, dass ihr kleinere Unebenheiten bei eigentlich sicheren Passagen fehlten: „Anfangs hat die Kraft etwas gefehlt“, vermutet Claudia Lais die Ursache für einen kleinen Sturz, „der sonst eigentlich nicht passiert.“

Diskutabler Punktabzug bei einer Drehung

In der Folge rollte Alisa Lais' Rad wesentlich besser, doch nicht aus Sicht des Kampfgerichts: „Sie bekam 50 Prozent Abzug bei einer kleinen Drehung, die zwar wir gut gesehen haben, nicht aber die Kampfrichter. Die Drehung war wohl angeblich nicht komplett“, blickt Claudia Lais dennoch zufrieden zurück: „Die neu einstudierten Teile des Programms und die sehr anspruchsvolle Rückwärtsserie, bei der ich wegen des welligen Bodens viel eher gezittert hätte, fuhr Alisa jedoch sehr gut.“

Trainerin Claudia Lais (RSV Wallbach): „Die neu einstudierten Teile des Programms und die sehr anspruchsvolle Rückwärtsserie, bei der ich wegen des welligen Bodens viel eher gezittert hätte, fuhr Alisa jedoch sehr gut.“
Trainerin Claudia Lais (RSV Wallbach): „Die neu einstudierten Teile des Programms und die sehr anspruchsvolle Rückwärtsserie, bei der ich wegen des welligen Bodens viel eher gezittert hätte, fuhr Alisa jedoch sehr gut.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Unterm Strich, so betonte das Lais-Team, müsse man angesichts der Trainingsbedingungen im Frühjahr doch zufrieden sein: „Es war der erste Wettkampf seit vielen Monaten. Dann darf man mit einem vierten Platz bei den baden-württembergischen Meisterschaften schon zufrieden sein“, betont Claudia Lais. Schließlich hatte ihre Tochter an diesen Wettkampf doch eher geteilte Erinnerung: „Bei ihrer Premiere wurde sie Dritte, in den beiden Jahren danach musste sie zwei Mal kurzfristig wegen Verletzung und Krankheit absagen.“