Ringen: – Klare Siege feierten Bundesligist TuS Adelhausen gegen den ASV Urloffen und Regionalliga-Aufsteiger KSV Rheinfelden gegen den KSV Hofstetten vor heimischem Anhang. Einzig Regionalliga-Schlusslicht TuS Adelhausen II ging leer aus und verlor mit 12:22 gegen die WKG Weitenau-Wieslet. Die sportliche Leitung gab danach eine deutliche Stellungnahme ab, um dem Nachwuchs den Druck für die weitere Saison zu nehmen: „Wir nehmen den sportlichen Abstieg in Kauf. Der Verein kommt seiner Fürsorgepflicht gegenüber seinen jungen Nachwuchssportlern nach.“

Bundesliga:

TuS Adelhausen – ASV Urloffen 19:9. – Mit leicht veränderter Aufstellung empfing die Dinkelbergstaffel ihren Gast. Seine Premiere feierte der 16-jährige Nachwuchsmann Paul Schmidt, der für sein enormes Trainingsengagement belohnt wurde. Der Greco-Spezialist ging im Freistil sogar mit 2:0 in Führung, musste sich aber schlussendlich gegen Max Brenn mit 2:10 geschlagen geben.

Durch den 4:1-Punktsieg von Peter Öhler (130 kg Greco) und die 2:7-Niederlage von Neuzugang Nedyalko Petrov (61 kg Greco) lag der TuS Adelhausen zwar nach drei Kämpfen mit 2:5 zurück, doch folgten dann die restlichen Siege in Serie.

Im Schlusskampf musste Stephan Brunner nach einer Aktion in der Pause verletzt aufgeben. „Wir müssen noch schauen, wie schlimm es ist“, vermied Trainer Bernd Reichenbach jegliche Spekulation.

Da Urloffens Svilen Kostadinov (75 kg Greco) von Mattenleiter Raffaele Tascillo (Freiburg) wegen einer Hautauffälligkeit an der Waage abgewiesen wurde, war diese Freistil-Begegnung somit der Abschluss des eher einseitigen Abends.

Regionalliga:

TuS Adelhausen II – WKG Weitenau-Wieslet 12:22. – Mit kaum verändertem Team stellte sich die Reserve dem Lokalrivalen WKG Weitenau-Wieslet. Im Vorjahr noch durch den Einsatz von Erstliga-Ringern knapp vorn, gefährdete der TuS Adelhausen II nun trotz vier Einzelsiegen die Gäste nicht. Im Duell zweier ehemaliger Team-Kameraden besiegte Felix Krafft (130 kg Greco) den WKG-Mann Michael Herzog mit 14:1 und holte drei Zähler.

Comeback: Edgaras Voitechovskis (rotes Trikot) holte mit dieser Aktion die letzte Wertung gegen Marcus Mickein im Kampf des TuS Adelhausen II gegen die WKG Weitenau-Wieslet.
Comeback: Edgaras Voitechovskis (rotes Trikot) holte mit dieser Aktion die letzte Wertung gegen Marcus Mickein im Kampf des TuS Adelhausen II gegen die WKG Weitenau-Wieslet. | Bild: Rolf Rombach

Rückkehrer Edgaras Voitechovskis (98 kg Freistil) gelang durch einen Beinangriff in den Schlusssekunden noch ein 11:0-Erfolg und ebenfalls die Drei für den TuS Adelhausen II. Überlegenheitssieger Reinier Perez (80 kg Freistil) und Schlussmann Zsolt Berki (75 kg Greco) jeweils mit einem 4:0-Punktsieg hielten die TuS-Fahne oben.

KSV Rheinfelden – KSV Hofstetten 23:7. – Der Aufsteiger hat nun auch auf der Matte seinen ersten Sieg eingefahren. Gleich acht Siege – darunter auch überraschende – ließen die Gastgeber für sich notieren. Das 23:7 darf als Befreiungsschlag für das Team, als auch für einzelne Athleten gewertet werden.

Verkehrte Welt: Sebastian von Czenstkowski vom KSV Rheinfelden lässt Florian Wölfle vom KSV Hofstetten „Kopf“ stehen.
Verkehrte Welt: Sebastian von Czenstkowski vom KSV Rheinfelden lässt Florian Wölfle vom KSV Hofstetten „Kopf“ stehen. | Bild: Rolf Rombach

Die taktische Umstellung, Patrick Hinderer in der Klasse bis 57 kg ringen zu lassen, ging auf. Der KSV Hofstetten hatte seinen Siegringer Mehmed Mehmed durch einen Nachwuchsringer ersetzt. Statt kampflos zu verlieren, holte der KSV Rheinfelden durch Hinderer somit einen Überlegenheitssieg. Mehmed wurde zudem durch Vincent von Czenstkowski (66 kg Freistil) zunächst mehrfach ausgekontert und in der Schlussminute – unter frenteischem Beifall der Gastgeber – sogar geschultert.

Einzig Sebastian von Czenstkowski (80 kg Freistil) ließ die KSV-Fans kurz zittern, als er bei einem Dreher von Florian Wölfle in der gefährlichen Lage abgefangen wurde. Mehrfach drehten beide Ringer übereinander und sorgten mit einem 14:7-Ergebnis für von Czenstkowski für den punktreichsten Kampf des Abends.