Fußball-Kreisliga A-Ost: – Dem SV Nöggenschwiel reichte gegen einen harmlosen SV Stühlingen eine starke erste Hälfte zum Sieg. Marius Schulz machte mit seinen beiden Toren schon vor der Pause alles klar. Obwohl die Stühlinger im zweiten Durchgang etwas mehr riskierten. Sie hatten mit drei Aluminium-Treffern allerdings Pech.

Der Jubel hielt sich bei den Nöggenschwielern trotz des unterm Strich ungefährdeten Erfolgs in Grenzen. Dabei hatte Trainer Mike Krüger seine Kicker nach dem 3:0 in Murg noch über den Klee gelobt. Seine Elf erledigte diesmal einfach ihre Pflicht. Deshalb war Kürger nicht gerade begeistert: "Diesmal war's nicht so gut. Die erste Hälfte war o.k. Da haben wir kontrolliert gespielt. Wir haben schöne Angriffe und schöne Tore gesehen." Nach der Pause vermisste er den Elan der ersten 45 Minuten: "Wir haben die Bälle zu schnell verloren. Wir hätten vor der Pause einfach das 3:0 schießen müssen."

Man weiß, wie schnell es im Fußball gehen kann. Man hatte zwar nicht Gefühl, dass die Gäste dem SV Nöggenschwiel noch einmal hätten gefährlich werden können. Doch ein Gegentor hätte noch einmal Kräfte frei setzen können. Die Nöggenschwieler wollten es erst gar nicht so weit kommen lassen und drückten auf den dritten Treffer. Klare Chancen sprangen dabei jedoch nicht heraus. Durchatmen musste Krügers Team bei einem Lizureck-Freistoß an den Pfosten. Nöggenschwiels Torhüter Sven Karthan war noch dran. Bei der folgenden Ecke flog der Bal an die Latte. Das war doppeltes Glück für die Nöggenschwieler.

Im ersten Durchgang hatten die Gastgeber alles im Griff. Sie standen hinten sicher, ließen den Ball laufen und waren immer wieder gefährlich. Die beiden Routiniers Benjamin Weiler und Daniel Bächle setzten die Akzente. Marius Schulz erledigte seine Aufgabe im Angriff mit seinen beiden Toren. Wäre nicht der starke Gästetorhüter Mirco Nannavecchia gewesen, hätte es bis zur Pause locker 4:0 stehen können. Er parierte unter anderem Schüsse von Zeno Zanotti und Daniel Bächle.

Das zweite Nöggenschwieler Tor war für das Fußball-Lehrbuch. Krügers Elf schaltete schnell um, der Ball lief über wenige Stationen. Bächle drang links in den Strafraum ein, legte den Ball flach in die Mitte, wo Schulz völlig frei stand und keine Mühe mehr hatte, die Kugel im Netz unterzubringen.

Trainer Mirko Würth vom SV Stühlingen lächelte und erklärte: "So wollten wir nicht anfangen. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen." Mit der Leistung seiner Elf nach der Pause war er zufrieden. "Es war nicht unmöglich, hier etwas mitzunehmen", resümierte er.

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"Ich verteile die Bälle lieber"

Mit der A-Jugend der SG Weilheim wurde Marius Schulz (20) Landesligameister und spielte in der Verbandsliga. Beim SV Nöggenschwiel kickt er in seiner zweiten Kreisliga-A-Saison. Beim 2:0 gegen den SV Stühlingen schoss er beide Tore.

Marius, wie ist es, in der Ersten zu spielen, neben den alten Hasen?

Die sind ja noch gar nicht so alt. Aber Spieler wie Daniel Bächle sind schon Legenden beim SV Nöggenschwiel. Das ist schon toll neben ihnen zu spielen. Es ist aber schön zu sehen, dass nicht immer Daniel die Tore schießt.

Ist vorne Ihre Position?

Meine Rolle im Sturm war heute neu. Normal spiele ich den Sechser. Der Trainer hat mich nach der Pause wieder zurück beordert. Dort spiele ich lieber. Ich verteile lieber die Bälle. Das Spiel gestalten, macht mir mehr Spaß.

Was sagen Sie zum Spiel?

Als Team waren wir am Drücker. Zu meiner eigenen Leistung: Es hat wohl noch nie jemand so schlecht gespielt und zwei Tore erzielt. Ich hatte zu viele Fehlpässe drin. Aber, ich denke, mit meinen Toren habe ich meinen Job erledigt. Abhaken – das nächste Mal besser machen.

Was habt Ihr Euch noch vorgenommen?

Am Anfang haben wir gesagt, wir schauen nach hinten. Aber ich denke, wir können getrost auch mal etwas weiter nach oben schauen. Wir sind zurzeit in Topform.

Fragen: Michael Neubert