Fußball-Bezirksliga: Mit einer knackigen Aufgabe und ohne den noch gesperrten Torjäger Sandro Knab startet Herbstmeister SV 08 Laufenburg in die Rückrunde. Zu Gast im Waldstadion ist der aufstrebende TuS Efringen-Kirchen, der zuletzt vier Mal in Folge gewonnen hat. Zu Hause haben die Null-Achter vor zwei Wochen gegen den SV Buch mit 1:2 gepatzt, sich dafür aber beim SV Herten mit einem 8:2-Sieg schadlos gehalten.

Dieser SV Buch bekam vor Wochenfrist die Stärken der Rebländer zu spüren: „Wenn du defensiv stehst und nur zerstören willst, musst du damit rechnen, dass du so ein Spiel verlierst“, trägt SVB-Trainer Michael Hägele die erste Pleite nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlage mit Fassung: „Der TuS Efringen-Kirchen hat Qualität. Diese Niederlage hinterlässt keine bleibenden Schäden.“

<strong>Trainer Michael Hägele</strong> (SV Buch): "Unser Ziel, die Schaltstellen Göbel, Uhl und D'Accurso aus dem Spiel zu nehmen, haben wir nicht erreicht"
Trainer Michael Hägele (SV Buch): "Unser Ziel, die Schaltstellen Göbel, Uhl und D'Accurso aus dem Spiel zu nehmen, haben wir nicht erreicht" | Bild: Scheibengruber, Matthias

Im Gegenteil – der SV Buch ist heiß auf den nächsten Gegner: „Im Hinspiel beim FC Erzingen war die Atmosphäre leicht aufgeheizt“, erinnert sich Hägele nicht nur um die Begleitumstände mit über halbstündiger Gewitterunterbrechung, sondern auch an zwei Gegenspieler, die ihm wohl auch am Sonntag etwas Kopfzerbrechen bereiten.

Mit höchstem Respekt spricht der Trainer des SV Buch nämlich von den torgefährlichen Julian Göbel und Sandro D’Accurso und zuckt mit den Schultern: „Schade, dass ich nur einen Jan Körner habe. In diesem Fall muss er sich eben um beide Erzinger kümmern“, schmunzelt Hägele über seinen Abwehrspieler für spezielle Aufgaben: „Zuletzt hat sich Sandro Knab vom SV 08 Laufenburg an Jan Körner ordentlich die Zähne ausgebissen.“

Im fünften Heimspiel der Saison will der SV Buch mindestens einen Punkt holen: „Natürlich ist der FC Erzingen im Moment gigantisch in Form. Aber in Buch ist es für alle Gegner schwer. Wir freuen uns auf diese Partie“, so Hägele.

<strong>Schwere Aufgabe:</strong> Marco Götz (rechts) hat mit Schlusslicht SpVgg. Brennet-Öflingen den SV Jestetten zu Gast. Seinen Gegenspieler Manuel Schildknecht peilt mit Neuling FC RW Weilheim beim SV Weil II den dritten Auswärtssieg an.
Schwere Aufgabe: Marco Götz (rechts) hat mit Schlusslicht SpVgg. Brennet-Öflingen den SV Jestetten zu Gast. Seinen Gegenspieler Manuel Schildknecht peilt mit Neuling FC RW Weilheim beim SV Weil II den dritten Auswärtssieg an. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Von Freude beim SV Herten aktuell nicht unbedingt die Rede sein: „Wir wollen nicht nur gegen den FC Wehr gewinnen, wir müssen auch“, so Trainer Thorsten Szesniak: „Dass wir nun unter Druck stehen, hat sich die Mannschaft wieder einmal selbst eingebrockt.“ Nach dem 2:8-Desaster gegen den SV 08 Laufenburg sei zwar gut trainiert worden, doch darauf will sich Szesniak nicht verlassen: "Der Eindruck hat mich schon öfters getäuscht. Jetzt ist wichtig, dass wir liefern." Nach den Platzverweisen gegen Remo Laisa und Julian Jäger müsse die Mannschaft wieder umgestellt werden.

Trainer <strong>Thorsten Szesniak</strong> (SV Herten): "Wenn es läuft, sind wir von den Spitzenmannschaften der Liga nicht weit weg. Aber wir schaffen es nicht, diese Leistungen konstant abzurufen."
Trainer Thorsten Szesniak (SV Herten): "Wenn es läuft, sind wir von den Spitzenmannschaften der Liga nicht weit weg. Aber wir schaffen es nicht, diese Leistungen konstant abzurufen." | Bild: Scheibengruber, Matthias

Ganz offensichtlich, überlegt Szesniak, brauche seine Elf diesen Druck: „Immer wenn wir uns etwas befreit haben und ich denke, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben, kassieren wir Rückschläge und sind nicht zu 100 Prozent bei der Sache.“ An der Qualität der Spieler liege es keineswegs: „Wenn es bei uns läuft, dann sind wir von den Spitzenmannschaften der Liga gar nicht so weit weg. Aber wir schaffen es nicht, diese Leistungen konstant abzurufen.“

Von konstant guten Leistungen kann bei Schlusslicht SpVgg. Brennet-Öflingen derzeit nicht die Rede sein. Der Schwung nach dem 6:1-Erfolg beim SV Herten ist längst verpufft. Zuletzt gegen den FC RW Weilheim spielte die Elf von Urs Keser über weite Strecken gefällig, überbot sich allerdings vor dem gegnerischen Tor an Harmlosigkeit. Prompt schlossen die Gäste einen Konter erfolgreich ab und das wacklige Kartenhaus der Gastgeber war zerbrochen.

Sportchef <strong>Maik Hess</strong> (TuS Efringen-Kirchen): "Nach dem schlechten Saisonstart haben wir Ruhe bewahrt und sind im Moment sehr zufrieden mit der Entwicklung."
Sportchef Maik Hess (TuS Efringen-Kirchen): "Nach dem schlechten Saisonstart haben wir Ruhe bewahrt und sind im Moment sehr zufrieden mit der Entwicklung." | Bild: Scheibengruber, Matthias

Magere zehn Punkten sind nicht viel für eine Rückrunde, die den Ligaverbleib bringen soll: "Natürlich haben auch wir uns das alles ganz anders vorgestellt", ist Trainer Urs Keser schwer enttäuscht: "Sechs Punkte wollte ich aus den letzten drei Spielen des Jahres. Was das für die Spiele gegen den SV Jestetten und in Schönau bedeutet, kann sich nach dem 1:3 gegen den FC RW Weilheim jeder ausrechnen." Vielleicht, so Keser, gelinge gegen die Jestetter nach vier Niederlagen in Folge nun die Wende: "Von den Jestettern haben wir noch etwas gut", erinnert Keser ans Hinspiel. Seine Elf hatte bis kurz vor Schluss mit 2:1 geführt und nach drei Platzverweisen in der letzten Viertelstunde noch mit 2:3 verloren, fordert Keser nun Revanche: "Diese Punkte gehören eigentlich uns."

Sportchef Maik Hess vom TuS Efringen-Kirchen blickt auf den 16. Spieltag der Fußball-Bezirksliga, Hochrhein: