Fußball-Landesliga: SV 08 Laufenburg – SF Elzach-Yach 3:5 (2:1)

Video: Welte, Gerd

Tore: 1:0 (6.) D‘Accurso; 1:1 (12.) M. Wernet; 2:1 (34.) D‘Accurso; 2:2 (58.) Becherer; 2:3 (74.) M. Dick; 2:4 (77.) Becherer; 3:4 (81.) Esser; 3:5 (83.) Bumen. – SR: Thomas Renner (Meßkirch). – Z.: 360.

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Jetzt ist es doch passiert: Die Heimserie des SV 08 Laufenburg ist gerissen. Am 10. November 2018 kassierte die Mannschaft von Trainer Michael Wasmer in der Bezirksliga gegen den SV Buch die letzte Heimniederlage.

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Nach dem Aufstieg gab es in dieser Saison nicht einmal einen Punktverlust zu Hause. Im Top-Spiel kassierten die Null-Achter eine 3:5-Niederlage gegen die SF Elzach-Yach, die damit den SV 08 Laufenburg an der Spitze ablösten.

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Das Spitzenspiel auf dem Laufenburger Kunstrasenplatz hielt, was es versprach. Von der ersten Minute an ging es mit hohem Tempo zur Sache und vor allem aggressiv in die Zweikämpfe. Dass es den Gastgebern trotz 2:1-Pausenführung doch nicht zum Sieg oder zumindest zum Remis reichte, lag auch an den starken Gästen, die die Laufenburger Abwehr mit biltzschnellen Angriffen immer wieder aushebelten.

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Dabei begann die Partie für die Gastgeber, die auf die beiden Stürmer Halili (gesperrt) und Armenio (verletzt) verzichten mussten, sehr gut. Schon nach sechs Minuten gelang Sandro D‘Accurso mit einem Flachschuss die Führung.

Nach dem Ausgleich durch Marius Wernet (12.) legte D‘Accurso mit seinem 22. Saisontreffer zehn Minuten vor der Pause nach. Einen herrlichen Pass von Eduard Nowak verlängerte er mit dem Außenrist ins Tor. Zwei Chancen, zwei Tore – effektiver geht‘s nicht.

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Nach der Pause kam alles ganz anders: „Wir haben es verpasst, das 3:1 zu schießen“, ärgerte sich Wasmer, dass Kapidzija und Bouhoch die Gelegenheit zum dritten Treffer verpassten. „Stattdessen kassieren wir das 2:2 im Gegenzug“, so der Trainer. Torschütze war Laurentius Becherer.

„Der Gegentreffer zum 2:3 war klares Abseits“, kritisierte Wasmer den Unparteiischen Thomas Renner, der aber ansonsten die Partie mit vielen kleinen Nickligkeiten im Griff hatte. Dass Becherer nur drei Minuten später mit seinem zweiten Tor per Kopf auf 4:2 erhöhte, bedeutete noch nicht die Entscheidung. Als Emanuel Esser der Anschluss gelungen war, keimte nochmals Hoffnung auf. Dem zur zweiten Hälfte eingewechselten Matthias Bumen gelang dann aber mit dem 5:3 die Entscheidung.

„Wer fünf Tore kassiert, kann nicht gewinnen“, nahm es der Laufenburger Kapitän Felix Zölle im SÜDKURIER-Interview sportlich und selbstkritisch.

Michael Wasmer, Trainer SV 08 Laufenburg: „Wir haben alles investiert, waren eben einen Tick schlechter.“
Michael Wasmer, Trainer SV 08 Laufenburg: „Wir haben alles investiert, waren eben einen Tick schlechter.“ | Bild: Jürgen Rudigier

Sein Trainer wollte der Mannschaft keinen Vorwurf machen: „Wir haben alles investiert, waren eben einen Tick schlechter.“

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Nachdem Sandro D‘Accurso nach einer Stunde verletzt raus musste, fehlte Wasmer sein kompletter Sturm. Verständlich, dass er er da eine „dramatische Situation“ konstatieren musste. Zum Glück ist bald Winterpause.

SV 08 Laufenburg: Gojak – Mendy, Bouhouch, Nowak, Zölle – Mathis, Ristic (56. Matthes), Seidita (80. Feldmann), Kapidzija, Esser – D‘Accurso (63. Ferrara).

Frank Rudigier, Sportchef SV 08 Laufenburg
Frank Rudigier, Sportchef SV 08 Laufenburg | Bild: Welte, Gerd

„Wir müssen noch personell nachlegen“

Trotz der Niederlage im Spitzenspiel gegen die SF Elzach-Yach ist Frank Rudigier (37) vom SV 08 Laufenburg mit dem Saisonverlauf mehr als zufrieden. Der SV 08 ist Zweiter, und der Sportchef hat in der Winterpause Arbeit.

Frank, Sie wollen uns nicht erzählen, dass für den SV 08 Laufenburg noch der Ligaverbleib das Saisonziel ist.

Das haben wir vor der Saison formuliert. Dass es so gut laufen würde, hätten wir nicht gedacht.

Und jetzt wird der Aufstieg sicher das große Ziel?

Wenn man Zweiter ist, wird der natürlich zwangsläufig zum Thema. Aber wir sind vorsichtig. Wir werden uns in der Pause zusammensetzen und die Ziele neu formulieren.

Personell geht die Mannschaft derzeit am Stock. Stimmt‘s?

Uns ist klar, dass wir in der Winterpause personell nachlegen müssen. Der Kader ist zu dünn.

Gibt es schon Zugänge?

Nein, noch nicht.

Die Stürmer sind Trainer Michael Wasmer heute ausgegangen.

Ja. Aber der Sturm ist unser Prunkstück. Das war schon vergangene Saison so.

Obwohl Sandro Knab kurz vor der Saison zu den Grasshoppers nach Zürich gewechselt ist. Heute war er hier Zuschauer. Kommt er zurück?

Wir drücken ihm die Daumen, dass er dort den Sprung zu den Profis schafft. Falls nicht, hat er uns mal zugesichert, dass wir sein erster Ansprechpartner sein werden.

Fragen: Gerd Welte