Ringen: – Ein knappes Duell auf Augenhöhe, wie es in der 2017er-Saison beide Male war, konnten die Ringerteams in der Regionalliga Baden-Württemberg den Fans nicht bieten. Zu klar die Ausgangslage des mit dem Abstieg liebäugelnden TuS Adelhausen II gegen den hochmotivierten Aufsteiger KSV Rheinfelden, der 25:5 gewann. Im Hauptkampf zog der TuS Adelhausen früh gegen den AC Heusweiler davon und machte klar, dass keine Punkte ins Saarland gehen.

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Bundesliga: TuS Adelhausen – AC Heusweiler 21:8

Neun, teils lustlos wirkende Gästeringer stellten sich dem Adelhauser Team, das mit Zsolt Berki im Freistil-Weltergewicht überraschte. Der hochgerückte Greco-Spezialist war beim 0:16 in 72 Sekunden entsprechend chancenlos. Besser lief es bei Eigengewächs Felix Krafft, der im Schwergewicht im ungeliebten Greco-Stil lediglich in der angeordneten Bodenlage Punkte ließ und so 0:6 unterlag.

Ohne Gegner kam Beka Bujiashvili (57 kg-Freistil) zu Punkten, bei Ivo Angelov dauerte es bis zum ersten Gong, ehe er mittels Durchdrehern den Überlegenheitssieg einfuhr. Keine große Gegenwehr schien William Harth bei seinem Überlegenheitssieg zu haben, der in der vierten Minute die Vier klarmachte.

Zwei hauchdünne Niederlagen gab es im Anschluss für den TuS. Manuel Wolfer (66 kg-Freistil), der sich zur Freude von Trainer Bernd Reichenbach enorm gesteigert hat, konnte mittels Beinangriff und Durchdreher 4:0 gegen den amtierenden deutschen Meister Nico Zarcone in Führung gehen. Doch der Saarländer bewies seine Klasse und glich um die fünfte Minute aus. Der Sieg auf Grund der zuletzt gefallenen Wertung zu Gunsten der Gäste. Bis 86 Kilogramm hatte Arian Güney das Nachsehen mit 2:3, als er nach einem Stolperer zu Boden ging und somit eine Zwei abgab.

Mit den Überlegenheitssiegen von Georg Harth (80 kg-Freistil) und Manrikos Theodoridis (71 kg-Greco) hatte Schlussmann Sascha Keller (75 kg-Greco) nur noch eine Kür abzuliefern, was ihm mit 4:2 souverän gelang.

ASV Hüttigweiler – TuS Adelhausen 14:18

Nur zu neunt trat der TuS Adelhausen beim ASV Hüttigweiler an, der dennoch mit 18:14 besiegt wurde. Da Schlussmann Sascha Keller geschont wurde, vertrat ihn Zsolt Berki (75 G). Doch gegen den Spezialgriff von ASV-Neuzugang Roman Pacurkowski war der Wahl-Adelhauser chancenlos und verlor bereits nach 83 Sekunden durch technische Überlegenheit des Polen.

Sogar unerwartet auf den Buckel ging William Harth (98 F) in der zweiten Runde, nach dem er in Führung liegend die erste Runde für sich entscheiden konnte. Bruder Georg (80 F) bot dafür einen „saustarken Kampf“, wie der Sportliche Leiter Maik Hohler attestierte. Gegen den EM-Fünften Alexandru Burca gewann er durch Aktionszeiten 2:1.

Regionalliga Baden-Württemberg: TuS Adelhausen II – KSV Rheinfelden 5:25

Die Umstellungen des Bundesliga-Teams schwächten zusätzlich das Regionalliga-Team des TuS Adelhausen im vermutlich letzten hochklassigen Derby beider Vereine für die nächste Zeit. Allerdings hätte dies den Erfolg des KSV Rheinfelden dennoch nicht verhindert. Für Felix Krafft stand Marvin Moser (130 kg-Freistil) seinen Mann und besiegte Björn Bauser mit 4:1. „Bis 61 war mehr drin, aber Dovydas hat erst zum Schluss gezeigt, dass er mehr kann“, bedauerte Pascal Ruh. Teamkollege Dovydas Urbanavicius unterlag gegen Patrick Hinderer 4:7, war aber in den Schlusssekunden am Ausgleich zumindest dran.

Nur zu Beginn gehemmt schien Fabian Wepfer (66 kg-Greco) gegen Alican Ulu, der kurz 0:3 hinten lag. Mit dem Konter eines Durchdrehers von Ulu fing der Rheinfelder an zu punkten. Mit 12:3 gingen drei weitere Zähler in die blaue Ecke, wo zuvor Luillys Perez Mora (98 kg-Greco) einen Überlegenheitssieg ablieferte. Am Sieg dran war außerdem Eduard Frick, der bis zur fünften Minute durch Aktionszeiten 2:1 gegen Reinier Perez führte. Der TuS-Kubaner konnte mittels zwei Zweierwertungen an Frick vorbeiziehen, doch verkürzte der Rheinfelder erneut auf 5:3, womit den Gastgebern nur ein Mannschaftspunkt blieb.

Ruhs Gegenüber Sascha Oswald zeigte sich indes zufrieden über den 0:7-Ausgang in der 80er-Klasse. Kevin Kähny, erstmals im blauen Trikot auf dem Dinkelberg, unterlag TuS-Neuzugang Dominik Gesgeny zwar, vermied aber die drei Punkte für seinen Heimatverein.