Fußball: – Im Viertelfinale des Rothaus-Bezirkspokals blieben die Überraschungen aus. Alle vier Bezirksligisten setzten sich am Donnerstagabend durch. In den Halbfinals am Ostermontag (13. April) spielen der VfB Waldshut gegen den TuS Efringen-Kirchen sowie der SV Jestetten gegen den FC Zell um den Einzug ins Finale am 21. Mai (Himmelfahrtstag).

SV Eichsel – SV Jestetten 3:5 (1:2)

Tore: 1:0 (20.) D. Baumgartner; 1:1 (25.), 1:2 (36.) und 1:3 (52./FE) alle von Ow; 1:4 (70.) Ruppelt; 1:5 (78.) Strauss; 2:5 (84.) P. Baumgartner; 3:5 (87.) D. Baumgartner. – SR: Jourdan (Lörrach). – Z.: 60.

Torreich verlief die Partie im Europastadion mit einem letztlich ungefährdeten Sieg des Gastes: „Sie waren in den entscheidenden Szenen den Tick schneller und unterm Strich wirklich die Spielklasse besser“, befand Trainer Jürgen Mair vom Aufsteiger in die Kreisliga A: „Letztlich sind wir stolz, dass wir so weit gekommen sind.“ Der SV Eichsel verspielte durch Unsicherheiten in der Abwehr noch vor der Pause seine Führung. Silvan von Ow traf doppelt und legte kurz nach der Pause das 3:0 – nach einem Foul von Aushilfstorwart Philipp Brugger an Nagip Bujupi – per Strafstoß nach. „Dass wir am Ende noch auf 3:5 heran kamen, lag eher der Nachlässigkeit des Gegners angesichts der klaren Führung“, so Mair. „Zwei Gegentore sollten nicht gegen Schluss sein, waren aber den Wechseln in der Schlussphase geschuldet“, freut sich Gästetrainer Lars Müller nun auf das Halfbinale gegen seinen Heimatverein FC Zell: „Vor allem freut es mich, dass wir endlich auch mal ein Heimspiel im Pokal haben.“

Das könnte Sie auch interessieren

TuS Efringen-Kirchen – SG Mettingen/Krenkingen 3:1 (1:0)

Tore: 0:1 (45.+2) Gantert; 1:1 (60.) Parti; 2:1 (63.) und 3:1 (89.) beide Jo. Bürgin. – SR: Baran (Weil). – Z.: 220.

Unter Wert geschlagen fühlten sich die Gäste am Ende eines interessanten Pokalabends: „Wir müssen das Ding schon vor der Pause entscheiden“, so Trainer Georg Isele nach der ersten Pflichtspiel-Niederlage in dieser Saison: „Chancen hatten wir genügend.“ So blieb es beim abgefälschten Kopfballtreffer durch Simon Gantert zur verdienten Pausenführung. Dass dieser Vorsprung zu knapp war, stellte sich schon bald heraus. „Sie haben uns das Leben schwer gemacht. Doch in der Pause haben wir unser Spiel etwas korrigiert“, atmete TuS-Trainer Dennis Weiß nach dem Sieg durch: „Ich wäre überrascht, wenn wir die SG nächstes Jahr nicht in der Bezirksliga sehen. Eine Top-Mannschaft mit einer hohen Qualität.“ Den Deckel machte Jochen Bürgin per Konter kurz vor Schluss drauf: „Zuvor hat Felix Kohler den Ausgleich auf dem Kopf. Den muss er einfach rein machen“, haderte Isele mit der Niederlage: „Wir wären gern ins Halbfinale gekommen.“

Das könnte Sie auch interessieren

FC Steinen-Höllstein – VfB Waldshut 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 (25.) Argast; 1:1 (43./FE) Bektasi; 1:2 (78.) Onurlu. – SR: Mera-Linz (Schopfheim). – Z.: 100. – Bes.: Rot für Cristofaro (FCS/45.+3) und Bektasi (45.+3/VfB) beide wg. Tätlichkeit.

Der VfB Waldshut tat sich schwer, lag nach einer Unachtsamkeit auf dem kleinen, schwer bespielbaren Hartplatz nach 25 Minuten mit 0:1 hinten: „Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Da musst du dich nicht wundern“, so Trainer Danijel Kovacevic. Nach einem Handspiel von Steinens Etienne Walch im Strafraum nutzte Edmond Bektasi die Chance zum Ausgleich vom Elfmeterpunkt. Wenige Minuten später war für ihn das Spiel allerdings zu Ende.

Nach seinem Foul an FCS-Torhüter Nicolas Cristofano fiel VfB-Kapitän Labinot Halili auf den Schlussmann. Bektasi soll den Torhüter am Hals gepackt und weggezogen haben, sein Kontrahent rappelte sich auf und versuchte Bektasi zu schlagen. Für Schiedsrichter Stefan Mera-Linz gab es keine Wahl – beide Spieler mussten mit „Rot“ vom Feld. Cristofano wurde durch Evgenij Schenk ersetzt, dafür musste Torschütze Matthias Argast weichen.

Nach der Pause hatte der VfB Waldshut mehr vom Spiel und sicherte sich das Halbfinale durch einen Freistoß von Fayik Onurlu: „Er schoss von halbrechts, der Ball wurde immer länger und senkte sich über den Torwart ins lange Eck“, so Trainer Kovacevic.

FC Zell – SF Schliengen 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 (30.) Boos; 2:0 (46.) Cammarano; 2:1 (66.) Wihler; 3:1 (90.) Weiss. – SR: Natale (Wollbach). – Z.: 120.

Die Reise des Pokalschrecks aus Schliengen ist zu Ende: „Wir hatten sie über 90 Minuten jederzeit unter Kontrolle“, so Jürgen Käser vom FC Zell: „Gemessen an den Chancen hätte der Sieg viel höher ausfallen müssen.“ Obwohl die Gäste in den Runden zuvor im BFC Friedlingen und Pokalverteidiger FC Wittlingen bereits zwei Bezirksligisten aus dem Rennen geworfen hatten, agierten zu brav und bieder, um auch dem FC Zell – Pokalsieger von 2005 und 2015 – ein Bein stellen zu können.