Fußball-Landesliga: FSV Rheinfelden – FV Herbolzheim 1:3 (0:3)

Tore: 0:1 (5./ET) Cibukciu; 0:2 (28.) Frankus; 0:3 (38.) Bober; 1:3 (46./ET) Sönmez. – SR: Felix Streibert (Konstanz). – Z.: 80.

Effektiver als der FV Herbolzheim kann man nicht spielen. Die Mannschaft machte aus zwei Chancen drei Tore und bestrafte die Leichtfertigkeiten des FSV Rheinfelden bei deren erstem Spiel auf heimischer Richterwiese in diesem Jahr gnadenlos. Noch nicht einmal fünf Minuten waren gespielt, als ein Ball des Herbolzheimers Adrian Frankus im Gesicht von Besart Cibukciu landete. Unglücklicherweise fand er von dort den Weg ins Tor der Gastgeber. Gianni Masullo, der das Rheinfelder Tor hütete, weil Stammkeeper Dany Quintero noch gesperrt war, war machtlos.

Auch nach diesem Gegentreffer lief die Partie nicht im Sinne der Platzherren. Diese dominierten zwar, vergaben aber zu viele Chancen. So etwa Jeremy Stangl, der nach einer Viertelstunde das Tor nur um Zentimeter verfehlte. Auch Asip Smailji hatte das Glück nicht auf seiner Seite. Zwar sah er, dass Gästetorwart Pascal Metzger zu weit vor seinem Gehäuse stand, doch zielte er mit seinem Schuss aus 20 Metern zu hoch. Einen Freistoß von Lucas Eschbach aus halbrechter Position parierte Metzger.

Dann patzten die Rheinfelder zwei Mal. "Wir machen den Gegner stark, der von unseren Fehlern im Spielaufbau profitiert", ärgerte sich FSV-Trainer Marc Jilg über die beiden weiteren Gegentreffer für seine Mannschaft vor dem Halbzeitpfiff. Zunächst schloss Frankus einen Konter zum 2:0 ab, dann erhöhte Thomas Bober sogar auf 3:0.

Die zweite Hälfte begann besser für die Gastgeber. So verlängerte der Herbolzheimer Mahsum Sönmez einen Freistoß von Anton Weis per Hinterkopf ins eigene Tor. Danach hatten die Gastgeber zwar mehr Spielanteile, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden. Die beste Chance hatte Sascha Strazzeri, dessen Schuss Metzger noch mit den Fingerspitzen entschärfte (75.).

FSV Rheinfelden: Masullo – Marra (89. Polat), Murawski, Cibukciu (46. Contorno), Beltrani – Smailji (46. Salli), Eschbach, Kittel, Weis, De Franco (46. Strazzeri) – Stangl.

 

Interview von SÜDKURIER-Sportredakteur Gerd Welte mit Massimo De Franco vom FSV Rheinfelden.

 

"Ich freue mich auf meine Alten Herren"

Zwei Mal stand Gianni Masullo (38) für den gesperrten Dany Quintero im Tor des FSV Rheinfelden. Beim 6:0 bei Solvay Freiburg blieb er ohne Gegentor. Dafür musste er gegen den FV Herbolzheim drei Mal hinter sich greifen.

Gianni Masullo, Aushilfs-Torwart des FSV Rheinfelden.
Gianni Masullo, Aushilfs-Torwart des FSV Rheinfelden. | Bild: Gerd Welte

Gianni, muss sich Dany Quintero Sorgen machen, nicht mehr ins Tor zu dürfen, weil Sie heiß auf seinen Posten sind?

Nein. Ich freue mich, ab nächster Woche wieder zu meinen Alten Herren zurück zu dürfen. Dort bin ich Feldspieler.

War es für Sie nicht Ehrensache, in der "Ersten" auszuhelfen?

Da habe ich gern ausgeholfen. Ich wollte Dany auch ein bisschen Druck machen. Na ja, das war jetzt Spaß.

Haben Sie sich gut vorbereitet?

Eine halbe Stunde im Training haben wir geübt. Das ist nicht viel.

Haben Sie überhaupt schon mal im Tor gespielt?

Ja. Das ist zehn Jahre her, als wir mit dem damaligen VfR Rheinfelden ein 1:1 beim SV Todtnau geholt haben. Das werde ich nicht vergessen.

Vor einer Woche bei Solvay Freiburg haben Sie die Mannschaft sogar mit Paraden vor einem Rückstand bewahrt.

Das stimmt. Aber heute bin ich nicht ganz zufrieden. Ein Dany Quintero geht natürlich ganz anders ran als ich. Da bin ich zu zögerlich. Und außerdem ist er einen Kopf größer als ich.

Fragen: Gerd Welte