Fußball-Kreisliga A, Ost: – Trainer Carmine Marinaro war schon in der Kabine, um sich aufzuwärmen. Er kam noch mal nach draußen, verzog sein Gesicht und zuckte mit den Schultern. Sein SC Lauchringen hatte den Sieg gegen den FC Weizen schon fast in der Tasche, als Manuel Scherble in der 88. doch noch für die Gäste traf. „Es fühlt sich im Moment wie eine Niederlage an“, sagte Marinaro enttäuscht.

Seine Elf hatte den Gegner nach einer eher flauen ersten Hälfte nach der Pause im Griff. Mehrfach lag die Führung in der Luft. Nach einem schönen Spielzug hatte Josip Tokic (56.) freie Schussbahn. Er hämmerte drüber. Nur eine Minute später legte Kebba Menneh mit dem Kopf ab, Sandro Schätzle hielt mit links drauf – wieder drüber. Es war die stärkste Phase der Lauchringer.

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„Wir hatten Chancen genug, um zu gewinnen“, haderte Marinaro. Wenn‘s schon nicht die Hochkaräter bringen, muss es eben ein „Gurkentor„ sein. Magnus Kaiser zog ab, traf nicht richtig, der Ball kullerte durch die Beine von Weizens Torhüter Moritz Silbereis ins Netz. Die Lauchringer hatten weitere Möglichkeiten. Marinaro: „Wenn wir das zweite Tor schießen, gewinnen wir.“

Video: Michael Neubert

Seine Elf stand hinten gut, kreierte Chancen. Was Marinaro freute. Er habe nicht das Gefühl gehabt, dass die Gäste noch erfolgreich sein würden. Vom FC Weizen war im zweiten Durchgang tatsächlich in der Offensive nicht viel zu sehen.

Carmine Marinaro, Trainer SC Lauchringen: „Wenn wir das zweite Tor schießen, gewinnen wir das Spiel.“
Carmine Marinaro, Trainer SC Lauchringen: „Wenn wir das zweite Tor schießen, gewinnen wir das Spiel.“ | Bild: Michael Neubert

Die Offensivkräfte von FCW-Trainer Michael Gallmann waren bei der Lauchringer Defensive bestens aufgehoben. Sie blieben immer wieder in der Lauchringer Abwehrkette hängen. Der SC Lauchringen war dem zweiten Tor tatsächlich näher als die Gäste dem Ausgleich.

Aber den FC Weizen darf man nicht zu früh abschreiben. In der 88. Minute änderte sich alles. Plötzlich war Manuel Scherble frei, der nahm den Ball aus der Luft. Lauchringens Torhüter Kevin Wölm war noch dran, er hatte jedoch keine Chance. Marinaro: „Eiskalt. Dafür braucht es eben auch Qualität. Eine Chance, und es scheppert.“

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Die Weizener witterten noch einmal Morgenluft. Gallmann gestikulierte mit seinen Armen. Er wollte noch den Sieg. Seine Elf machte in den Schlussminuten noch einmal ordentlich Dampf. Gallmann war stolz: „Das war wieder eine richtig gute Moral, so kenne ich meine Buben. Der FC Weizen ist erst besiegt, wenn der Schiedsrichter anpfeift.“ Seit acht Spielen gab‘s nun schon keine Niederlage mehr.

SC Lauchringen – FC Weizen 1:1 (0:0). – Tore: 1:0 (61.) Kaiser; 1:1 (88.) Scherble. – SR: Tino Pardon (Dettighofen). – Z.: 160.

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