Eishockey-DEL-2: SC Riessersee – Ravensburg Towerstars (heute, 20 Uhr). – Die Towerstars waren in der vergangenen Trainingswoche mit äußerst ungewohnten Verhältnisse konfrontiert. Drei Wochen lang jagte ein Spiel auch unter der Woche das andere, inzwischen ist das Team von Trainer Jiri Ehrenberger wieder in einem normalen Freitag-Sonntag-Rhythmus angekommen. „Wir haben die vergangenen Tage vorrangig zur Regeneration genutzt, die Jungs brauchten etwas Pause“, berichtet der Ravensburger Coach. Wichtig war die kurzzeitige Entschleunigung auch vor dem Hintergrund, dass an Weihnachten und zum Jahreswechsel das nächste Mega-Programm ansteht. Vom 26. Dezember bis 7. Januar bestreiten die Towerstars in 13 Tagen sechs Spiele. Hinzu kommt: Mit Stephan Vogt, Raphael Kapzan und Ondrej Pozivil fallen drei Stammspieler weiter aus. Heute ist David Zucker zudem wegen seines Checks im Kaufbeurenspiel gesperrt. Die Personallage bleibt angespannt.

Die Towerstars haben ihren Kräftehaushalt zwar im Hinterkopf, deutlich stärker im Blick sind die attraktiven Bedingungen in der Tabelle. Zum Auftakt des Wochenendes steht das dritte Aufeinandertreffen mit Riessersee auf dem Programm, da geht es um den direkten Angriff auf Platz fünf. Die Garmischer zu überholen, wird ein ganz schwieriges Unterfangen. Zwar haben sie in eigener Halle so manchen Punkt abgegeben, doch traditionell sind die Werdenfelser sehr heimstark. „Der SCR spielt temporeiches Eishockey und wir müssen da aufpassen, dass wir nicht überrollt werden“, warnt Jiri Ehrenberger. Beim letzten Aufeinandertreffen in der Ravensburger Eissporthalle hatten sich die Towerstars gut auf den Gegner eingestellt. Nach 34 Minuten stand es 4:0, 5:2 war der Endstand. Ob ihnen gegen ihren früheren Torhüter Matthias Nemec erneut so viele Treffer gelingen, wird heute Abend eine der ganz spannenden Fragen sein.

Auf gleich drei frühere Spieler samt Ex-Trainer Petri Kujala treffen die Towerstars am Sonntag zu Hause gegen Bad Nauheim. Die Roten Teufel mit Radek Krestan, Max Brandl und Dennis Reimer haben in den vergangenen Wochen wieder Punkte gesammelt, dennoch ist der Druck groß. Zu inkonstant sind die Ergebnisse und der Abstand zur Abstiegsrunde ist noch nicht ausreichend groß. Nach Ravensburg werden die Nauheimer mit emotionalem Schwung anreisen, vergangenen Sonntag entführten sie im Hessen-Derby vor 6670 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Eissporthalle zwei Punkte nach Penaltyschießen.

Bei den Towerstars werden diese Ambitionen zur Kenntnis genommen, mehr aber nicht. Die Philosophie von Jiri Ehrenberger steht für Eigeninitiative. „Stimmung und Moral sind gut, die Jungs glauben an den Sieg, und das werden sie auch am Wochenende tun“, sagt Ehrenberger selbstbewusst.

Tickets für das Heimspiel gegen Bad Nauheim am Sonntag um 18.30 Uhr gibt es im Fanshop in der Marktstraße, bei allen VVK-Stellen der Region und an der Abendkasse. Beide Spiele als Live-Stream unter: www.sprade.tv