Eishockey-DEL-2: Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim 3:4 n.P. (1:0, 2:2, 0:1). – Im dritten Aufeinandertreffen der Ravensburg Towerstars und Bad Nauheim konnten beide Teams nicht nicht einmal ansatzweise in ihrer Bestbesetzung antreten. Bei den Towerstars war Stürmer David Zucker nach seiner Sperre wieder dabei, dafür fehlte Jakub Svoboda nach den den Folgen eines Checks.

Geprägt von den Reihenumstellungen war das Spiel im ersten Spielabschnitt noch etwas vorsichtig vorgetragen. Abgesehen von einer guten Chance der Gastgeber durch David Zucker sowie einem Lattenschuss von Sylvester nach eineinhalb Minuten blieben gute Möglichkeiten eher Mangelware- Auch die Powerplayformationen blieben erfolglos. 100 Sekunden vor der ersten Pause durften die Zuschauer in der Ravensburger Eissporthalle doch noch das erste Tor bejubeln. Daniel Schwamberger lenkte einen schönen Pass von Brian Roloff direkt mit der Rückhand ins Netz.

Der zweite Spielabschnitt war um einiges temporeicher. Die Towerstars übernahmen von Beginn an das Kommando und wurden durch David Zucker mit dem 2:0 belohnt. Arturs Kruminsch ließ drei Minuten später sogar das 3:0 folgen. Während einer numerischen Überzahl nahm Kruminsch einen Pass von Lukas Slavetinsky direkt ab, eine starke Kombination der Towerstars. Von Resignation war bei den Gästen aber nichts zu sehen, und als (34.) Leon Niederberger die Scheibe flach zum 1:3 einschob, war Bad Nauheim wieder in Reichweite. Die Gäste drückten weiter und als nach einem unglücklichen Stockfoul von Vincenz Mayer gleich vier Strafminuten auf der Uhr standen, fiel der Puck (35. ) Mike McNamee direkt vor die Füße und zum 2:3. „Leider konnten wir den Vorsprung nicht länger verwalten, die Unterzahl hat viel Kraft gekostet“, sagte Towerstars-Trainer Jiri Ehrenberger.

Der Schlussabschnitt erinnerte vom Spielsystem her fast schon an die Play-offs. Beide Teams wussten, dass sie noch mehr investieren mussten und erhöhten die Risikobereitschaft. In der ersten Hälfte der dritten Spieldrittels hatten vor allem die Towerstars die besten Möglichkeiten, diese wurden nicht genutzt. Mathieu Pompei (42.) und David Zucker (48.) hatten quasi das leere Tor vor Augen, schoben den Puck aber knapp vorbei. Auch die Gäste übertrafen sich regelrecht beim Auslassen bester Möglichkeiten, dann glich erneut Niederberger aber doch zum 3:3 aus. Die Abstimmung hatte da in der Ravensburger Abwehr nicht gepasst und der Bad Nauheimer Stürmer fand die Lücke zwischen den Beinschonern von Towerstars-Keeper Jimmy Hertel. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatten die Towerstars noch einmal eine riesige Möglichkeit, das Spiel doch noch zu gewinnen. Diese blieb genauso wenig genutzt, wie in der nachfolgenden Verlängerung. So ging es ins Penaltyschießen, in dem sich letztlich der EC Bad Nauheim konsequenter erwies.

Nach einem 3:0-Vorsprung mit nur einem Punkt aus dem Spiel zu gehen, war für die Towerstars freilich eine bittere Angelegenheit. „Leider sind wir am gesamten Wochenende in den entscheidenden Phasen nicht zum Abschluss gekommen“, sagte ein enttäuschter Ravensburger Trainer nach dem Spiel. – Tore: 1:0 (18:40) Schwamberger (Roloff), 2:0 (25:19) Zucker (Roloff, Sturm), 3:0 (28:31) Kruminsch (Mayer, Roloff, 5:4), 1:3 (33:38) Niederberger (Sylvester, 5:4), 3:2 (35:35) McNamee, 3:3 (54.12) Niederberger (Krestan), 3:4 Penalty. – Strafminuten: Towerstars 10, Bad Nauheim 10. – Zuschauer: 2390.