VfB Friedrichshafen – FV Ravensburg 2:6 (0:1). – Die Gäste begannen mit viel Elan. In der zweiten Minute kam Moritz Jeggle zentral frei zum Kopfball, VfB-Torspieler Philipp Meier wehrte aber ebenso ab wie Sekunden später einen Schuss von Steffen Wohlfarth. Ein Freistoß über das Tor von Ibrahim Tuncay (4.) war die einzige Möglichkeit des VfB in der Anfangsphase. Nach einer Viertelstunde mehrten sich die Chancen für den FV Ravensburg. Vor allem das Kurzpassspiel des Oberligisten mit wenigen Kontakten ging für den VfB häufig zu schnell. Gegen Robert Henning blieb Meier erneut Sieger.

Die Führung resultierte schließlich aus einem Freistoß. Daniel Di Leo hatte Maschkour Gbadamassi zu Fall gebracht, Burhan Soyudogru traf aus 20 Metern rechts unten ins Torwarteck zum 0:1. Kurz darauf strich ein Freistoß-Hammer von Steffen Wohlfarth knapp am Kasten vorbei. Die einzige richtig gute Gelegenheit für den Landesligisten hatte vor dem Wechsel Eugen Strom. Er scheiterte aber, von Tuncay in Szene gesetzt, aus halblinker Position an Ravensburgs Pokal-Torspieler Haris Mesic (25.). Eine Minute später spielte der VfB ansehnlich in die Spitze, wo Valentin Marte aber zu umständlich agierte und der Angriff verpuffte.

Danach übernahmen die Ravensburger wieder das Kommando. Für Harun Toprak war der Winkel zu spitz, Steffen Wohlfarth scheiterte zunächst mit einem Fallrückzieher und setzte nach Zuspiel von Thomas Zimmermann einen strammen Schuss an den Pfosten. Zudem hielt Meier sein Team gegen Jeggle im Spiel und Gbadamassi zielte nach einem Eckball zu hoch. Schon zur Pause hätte die Partie zugunsten des FVR entschieden sein können.

Die zweite Hälfte begann mit einer ersten Chance für den VfB. Joshua Merz bediente Tuncay, dessen Schuss für Mesic aber kein Problem war (51.). Drei Minuten später erhöhten die Gäste. Völlig freistehend köpfte der großgewachsene Jeggle einen Eckball von Robert Henning in die Maschen. Während Jona Boneberger mit seinem ersten Ballkontakt noch vergab, machte es der ebenfalls kurz zuvor eingewechselte Felix Schäch besser und stellte nach zwei Steilpässen von Boneberger und Wohlfarth auf 0:3 (58.).

In der 63. Minute jubelte der Außenseiter: Daniel Di Leo vollendete einen schönen Angriff über die linke Angriffsseite der Häfler zum 1:3. Diesen Treffer hatte sich der VfB verdient. Beide Mannschaften hatten jetzt Chancen, Schäch hätte nach schöner Einzelleistung beinahe den Drei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt. Denis Nikic vergab für die Gastgeber, bei denen zudem eine verunglückte Flanke von Nicolai Weissenbacher nur Zentimeter am kurzen Pfosten vorbei ging. In der Schlussviertelstunde ließen die Kräfte beim Underdog nach, Schäch und Toprak schlossen klasse Spielzüge zu zwei weiteren Treffern ab.

Die Entscheidung war längst gefallen, zwei Treffer sahen die Zuschauer aber noch. Mit einem beherzten Solo und erfolgreichem Abschluss gelang Merz ein zweiter Treffer für den VfB (88.). Kurz vor dem Schlusspfiff köpfte Thomas Zimmermann eine Henning-Flanke zum 2:6-Endstand ein. Der FV Ravensburg steht damit im Achtelfinale des Verbandspokals. Gäste-Trainer Wolfram Eitel, der einige Stammspieler 90 Minuten lang schonte, war dementsprechend zufrieden. „Wir sind hierher gekommen, um weiterzukommen. Das haben wir gut gemacht. Es war über 90 Minuten eine engagierte Leistung.“ VfB-Coach Christian Wucherer hatte – wenig überraschend – „einen Klassenunterschied gesehen. In er ersten Halbzeit haben wir es manierlich gemacht, mit der zweiten Halbzeit bin ich aber nicht zufrieden“. – Tore: 0:1 (20.) B. Soyudogru, 0:2 (54.) Jeggle, 0:3 (58.) Schäch, 1:3 (63.) D. Di Leo, 1:4 (75.) Schäch, 1:5 (84.) Toprak, 2:5 (88.) Merz, 2:6 (90.) Zimmermann. – Schiedsrichter: Matthias Hennig (Stiefenhofen). – Zuschauer: 450.

VfB Friedrichshafen: Meier, Delimar (75. Abadzic), N. Di Leo, Metzler, Weissenbacher, Strom (61. Danckert), Merz, Nikic (86. Segelbacher), D. Di Leo, I. Tuncay, Marte (46. Schmitz).

FV Ravensburg: Mesic, Henning, Hörger, Altmann, Hörtkorn, Toprak, Jeggle, Gbadamassi (55. Boneberger), B. Soyudogru (57. Schäch), Wohlfarth (74. R. Soyudogru), Zimmermann.