Handball: Durch die Einordnung als Profisport der beiden Ligen durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die Landesregierung Baden-Württembergs wäre eine Fortführung des Spielbetriebs möglich gewesen. In anderen Bundesländern hingegen wird die 3. Liga nicht dem Profisport zugerechnet und darf daher weder trainieren noch spielen.

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Für die HSG Konstanz II und die A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft der HSG heißt dies, dass man zumindest trainieren darf. Allerdings wird die A-Jugend im November freiwillig darauf verzichten. Für den Dezember soll bald neu entschieden werden. Die Zweitliga-Reserve hingegen hält sich in reduzierter Form weiter fit. „Ich habe damit gerechnet“, ordnet Jessica Bregazzi die Entscheidung ein. „Das ist auch völlig in Ordnung, da nicht überall trainiert werden darf. Wir empfinden es daher als Privileg, diese Struktur im Alltag haben zu dürfen und sind dankbar dafür.“ Gleichzeitig geht die Trainerin verantwortungsvoll mit dem Privileg um. Es wird vorläufig vor allem Athletik- und Individualtraining sowie selbstständiges Lauftraining durchgeführt.

Matthias Stocker, Trainer der Konstanzer A-Jugend.
Matthias Stocker, Trainer der Konstanzer A-Jugend. | Bild: Peter Pisa

Auch der A-Jugendtrainer Matthias Stocker möchte bei einem Team, das nicht aus Studenten, sondern Schülern besteht, kein Risiko eingehen und zunächst die weiteren Entscheidungen der Politik abwarten. „Es ist die richtige Entscheidung“, so der B-Lizenzinhaber, „nun erst einmal zu pausieren.

„Die Gesundheit steht natürlich an erster Stelle.“
Andreas Spiegel, Handball Sportmanagement Allensbach
Andreas Spiegel.
Andreas Spiegel.

Verständnis für den Unterbruch zeigt auch Andreas Spiegel. „Die Gesundheit steht natürlich an erster Stelle“, sagt der Vorstand des für das Drittliga-Team verantwortlichen Handball Sportmanagement Allensbach. „Wir müssen aber schauen, wie es dann im nächsten Jahr weitergehen soll. Geisterspiele wären für uns auf Dauer nicht zu stemmen“, so Spiegel. (joa/mex)