Oberliga: HSG Konstanz II – TVS Baden-Baden 26:27 (16:14). – HSG-Trainer Vitor de Faria Baricelli konnte stolz auf seine Mannschaft sein. Gegen den physisch sehr starken, mit viel Dritt- und sogar Zweitligaerfahrung gespickten großen Favoriten fehlten Kleinigkeiten zum Punktgewinn, an dem sein Team lange geschnuppert hatte. Was fehlte, brachte der 25-jährige HSG-Coach in einem Wort auf den Punkt. „Erfahrung“, sagte er.

Denn seine Schützlinge begeisterten auch gegen den Ex-Drittligisten, der im Hinspiel noch mit 34:24 leichtes Spiel hatte. Dieses Mal nicht. Die Konstanzer fanden auch gegen die beste Defensive der Liga immer wieder die Lücken. Baricelli: „Wir wollten wie ein Boxer agieren: Den Gegner beobachten. Immer etwas Neues bringen. Für mich ist entscheidend, was wir aus dieser Partie lernen.“

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Nach der Konstanzer 16:14-Führung zur Pause war es in der zweiten Hälfte ein an Spannung kaum zu überbietender Schlagabtausch. Immer, wenn sich eine Seite leichte Vorteile erarbeitete hatte, schlug der Gegner zurück. In der Schlussphase konnte sich TVS-Keeper Thilo Hafner auszeichnen.

Über zehn Minuten fanden die Gastgeber keinen Weg zum Torerfolg mehr, sodass die Gäste schließlich über einen 27:26-Sieg jubeln, die Heimmannschaft aber genauso stolz auf ihre Leistung gegen den nun mit einem Bein in Liga drei stehenden Topgegner sein konnte.

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„Das war ein Spiel gegen eine gute Mannschaft, aus dem wir viel lernen können“, bilanzierte Baricelli zufrieden. „Das hat richtig Spaß gemacht, sich so zu messen. Die Jungs haben alles gegeben. Am Ende hatte Baden-Baden das bisschen mehr Erfahrung. Nun konzentrieren wir uns auf Tabellenführer Köndringen/Teningen. Vielleicht sind wir dort mit der gewonnenen Erfahrung dieses Spiels etwas glücklicher.“

HSG Konstanz II: Herrmann, Ebert (2), Gemeinhardt (Tor); Schweda (4), Mittendorf (1), Mack (5), Fehrenbach (7), Herbel (4/1), Eich (1), Knipp (1), Koester, Hadlich (1), Osann.