Handball: Rhein Neckar Löwen II – HSG Konstanz 25:38 (15:19). – In Gedenken an den viel zu früh an Leukämie verstorbenen ehemaligen Oftersheimer Handballer Patrick Lengler veranstaltete die HG Oftersheim/Schwetzingen ein top organisiertes Turnier zu Gunsten der Lebenshilfe Schwetzingen. In ihrem zweiten Testlauf startete die HSG vor gut besetzten Rängen im Eröffnungsspiel noch etwas holprig in die Partie. Zwar legte sie zunächst vor, abschütteln ließ sich der mit 39:5 Punkten Meister seiner Drittliga-Staffel gewordene Bundesliga-Nachwuchs jedoch nicht. Stattdessen gingen die Junglöwen mit 11:9 in Front. In der Folge wurden die Abstimmungsprobleme in der Offensive auf Seiten der neuformierten Konstanzer weniger und das Tempo höher. Nach einer 15:9-Pausenführung machte der Auftritt der Gelb-Blauen vor allem in Hälfte zwei richtig Spaß. Aus einer beweglichen Deckung heraus und mit einem sicheren Rückhalt in Person von Leon Grabenstein im Tor initiierte die HSG ein brandgefährliches Tempospiel über ihre starken Flügelspieler. Neuzugang Gregor Thomann demonstrierte nun ebenso sein Können wie sein kongenialer Gespannpartner Lukas Köder. Auch Fynn Beckmann und Luis Foege kamen auf je vier Treffer. Nicht lange, da leuchtete es 26:16 von der Anzeigetafel. HSG-Coach Jörg Lützelberger konnte dabei noch viel testen und alle 10 bis 15 Minuten auf allen Positionen bei den Feldspielern durchwechseln. Egal wer dabei auf der Platte stand: Der Torhunger war noch nicht gestillt. Angeführt von Joel Mauch, Christos Erifopoulos und Sebastian Hutecek wurde mit einem 38:25-Erfolg der Einzug in das Finale perfekt gemacht. Dort wartete Zweitliga-Konkurrent ThSV Eisenach, der sich im zweiten Halbfinale gegen Gastgeber HG Oftersheim/Schwetzingen mit 25:17 durchsetzte.

HSG (gegen Rhein-Neckar Löwen II): Grabenstein, Ebert (beide Tor); Stotz (2), Czako (2), Foege (4), Michelberger (1), Thomann (8/4), Erifopoulos (2), Mauch (4), Beckmann (4), Wendel (1), Schramm (1), Ingenpaß, Köder (8/2), Knezevic (1), Hutecek (1).

Packendes Finale

HSG Konstanz – ThSV Eisenach 24:28 (11:11). – Im Duell mit einem starken, sehr eingespielt und präzise wirkenden Gegner konnte sich Konstanz erneut auf eine gute Deckung und einen prächtig aufgelegten Schlussmann Janis Boieck verlassen. „Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit und Präzision können wir sogar mit ein, zwei Toren zur Pause in Führung liegen“, konnte HSG-Coach Lützelberger resümieren. 4:3 lag sein Team zwischenzeitlich in Front und kam nach einem 7:10-Rückstand zur Pause wieder auf 11:11 zurück. Nach dem Seitenwechsel traf Konstanz zur 13:12-Führung. Danach allerdings konterte Eisenach in Person von Fynn Hangstein auf vorne Mitte in der 5:1-Deckung den Aufsteiger viermal aus. 17:13 – letztlich die entscheidende Hypothek. Nach der kurzen Konfusion bei den Gelb-Blauen kämpften sich diese wieder zurück und kamen immer wieder auf drei Tore heran (15:18/21:24), mehr gelang aber nicht mehr. Am Ende stand eine 24:28-Niederlage.

Für seine junge Mannschaft sei dies gegen ein Zweitliga-Topteam eine tolle Erfahrung und Lektion gewesen, aus der „wir viel für die Entwicklung insgesamt mitnehmen werden. Wir basteln gerade eine neue Mannschaft“, zog HSG-Trainer Lützelberger Bilanz.

HSG (gegen ThSV Eisenach): Ebert, Boieck (beide Tor); Stotz (2), Czako (4), Foege (1), Michelberger (1), Thomann (2/1), Erifopoulos (2), Mauch (1), Beckmann (2), Wendel (2), Schramm (1), Ingenpaß, Köder (4/3), Knezevic (2), Hutecek.