Handball, 3. Liga: TV Willstätt – HSG Konstanz (Freitag, 20.30 Uhr, Hanauerlandhalle). Die nächste Aufgabe in der Fremde hat es in sich. Im Südbaden-Duell ist Spitzenreiter HSG Konstanz beim TV Willstätt (Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) gefordert und trifft dort nicht nur auf einen sehr erfahrenen, körperlich starken Gegner, sondern auch auf vier ehemalige Konstanzer. „Das sind die Spiele, auf die man sich besonders freut“, sagt Head Coach Jörg Lützelberger.

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Philipp Kunde und Leon Sieck spielten mit der HSG Konstanz in der A-Jugend-Bundesliga, Marius Oßwald und Felix Krüger in der U23 und ersten Mannschaft und sind nun wichtige Korsettstangen bei den Ortenauern, die in der letzten Saison an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teilgenommen hatten. Für zusätzliche Motivation auf beiden Seiten ist somit gesorgt. Man kennt sich, man schätzt sich. Die Verbindungen zwischen beiden Clubs werden am Freitagabend jedoch sicher erst einmal zu einem heißen Schlagabtausch führen. Dafür hat die HSG Konstanz nach einer anspruchsvollen letzten Woche mit sehr hoher Belastung in zwei freien Tagen viel Kraft getankt. „Die Pause hat allen gut getan“, so Lützelberger. „Alle waren wieder sehr frisch und energisch.“ Dennoch gibt es ein paar angeschlagene Spieler und Fragezeichen für einen Einsatz in der Hanauerlandhalle.

HSG-Gegner immer motiviert

Vorsicht und höchste Konzentration muss dort geboten ein, denn gerade auswärts hält Lützelberger stets alles für möglich. Im bisherigen Saisonverlauf war schon zu sehen, dass die Kontrahenten gegen die HSG mit ihrer Rolle als Underdog völlig befreit aufspielen und ihr bestes Spiel machen. „Wenn man daher nicht komplett wach ist, wird einem das auf die Füße fallen“, warnt der EHF-Mastercoach. Zumal sein Gegenüber, der ehemalige dänische Nationaltrainer Ole Andersen, als bisweilen verrückter Taktikfuchs gilt, bei dem alles möglich ist.

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Mit dem langjährigen Konstanzer Felix Krüger im Innenblock stellt Willstätt eine sehr massive, harte 6:0-Deckung, die im Zentrum „Beton anrührt“ (Lützelberger). Die individuelle Qualität ist beim südbadischen Rivalen sehr hoch. In Daniel Schliedermann und Alexander Velz stehen zwei sehr dynamische Spielgestalter und Taktgeber im Aufgebot, die gut im Eins-gegen-Eins sind. Die Gelb-Blauen erwartet mit ihrem blutjungen Team eine echte Reifeprüfung in Sachen Cleverness und Erfahrung. Denn davon bringt Willstätt jede Menge mit.

Es zählt nur ein Sieg

Mit voller Konzentration und vollem Fokus möchte man dem Gegner seine Stärken „wegnehmen“ und seine eigenen durchsetzen. „Das heißt, dass wir im Angriff geduldig spielen müssen“, fordert der dreimalige Europapokalgewinner. „Das sind die Spiele, auf die man sich besonders freut. Am Ende wollen wir aber als Gewinner vom Platz gehen.“