2. Bundesliga: TuS Fürstenfeldbruck – HSG Konstanz (Samstag, 19.30 Uhr, Wittelsbacher Halle). – Die Freude in Fürstenfeldbruck auf Heimspiele gegen die HSG Konstanz ist stets groß. „Zur Einstimmung“ auf das Duell postete der Club noch einmal einen Clip der HSG aus dem August 2018 auf seinen Social-Media-Kanälen. Ein Video, das um die Welt ging. Als Tom Wolf mit einem perfekten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit per Aufsetzer haarscharf am Ausgleich vorbei schrammte, fiel das Nicht-Tor des Jahrhunderts.

Für die HSG Konstanz wird es nun Zeit für eine Art Konfrontationstherapie, wenn es am Samstag zur Neuauflage kommt. Dieses Mal steht wieder viel auf dem Spiel – für beide Mannschaften. Zweitliga-Aufsteiger Fürstenfeldbruck, der aufgrund der Corona-Pandemie ohne Relegation aufsteigen durfte, hat sich mit starken Vorstellungen von Woche zu Woche gesteigert und längst den Respekt der Konkurrenz erarbeitet. Die „Brucker“ sind vor allem zu Hause (4:4 Punkte) mit ihrer speziellen Spielweise ein brandgefährlicher Gegner.

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Während die Südbayern zuletzt spielfrei waren und sich in toller Form befinden, wurden bei der HSG die Verletzungssorgen größer. Fabian Schlaich, Matthias Hild, Felix Jaeger und Joschua Braun fehlten zuletzt, nun wurden die Sorgenfalten bei Trainer Daniel Eblen noch größer. Tom Wolf etwa musste nach einem heftig blutenden Cut an der Hand noch während des letzten Spiels gegen Hüttenberg mit sechs Stichen genäht werden.

„Es ist schwierig, dass wir ausgerechnet immer alle wichtigen Spiele im Block und dort viele Verletzungen haben“, bemerkt er zu nun weiteren Wackelkandidaten für die Partien bis Jahresende in Fürstenfeldbruck, gegen Großwallstadt und Emsdetten.

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Mit dem Remis gegen Hüttenberg war Eblen nicht zufrieden. „Aber mit der Abwehr und dem Kampf haben wir uns einen wichtigen Punkt geholt. Das gibt Rückenwind, denn trotz aller Probleme können wir es mit dem Kampf schaffen und in unser Spiel im Angriff kommen.“

Wobei das genau der Punkt sein wird. Keine Mannschaft spielt so offensiv in der Deckung wie Fürstenfeldbruck, gerne in einem 3:2:1-System, das kurz hinter der Mittellinie mit der Attacke auf den spielführenden Spieler und Manndeckung beginnt. Genau dies ist für viele Gegner die Herausforderung.

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Dazu ist der TuS über die letzten Jahre in allen Bereichen gewachsen, erfahrener und stärker geworden. Zu dieser Saison kam mit Torhüter Stefan Hanemann ein Ex-Konstanzer hinzu, der zuvor bei den Eulen Ludwigshafen in der 1. Bundesliga unter Vertag stand. Größtes Faustpfand ist jedoch die gewachsene Mannschaftsstruktur: Über Jahre blieb die Mannschaft zusammen.

„Sie sind eine eingespielte Truppe im besten Handballer-Alter mit einer unkonventionellen Abwehr, mit der sie jedem Gegner Probleme bereiten können“, sagt Eblen Viele knappe Niederlagen belegen diese Aussage.