Handball, 3. Liga: HSG Konstanz – TV Plochingen (Samstag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Das zweite Heimspiel der HSG Konstanz in dieser Saison soll zu einem Handball-Fest werden. Dafür kehrt die Sekt- und Cocktailbar ins Foyer zurück und vor der Halle wird der Grill angefeuert. Auf dem Feld soll, so Trainer Jörg Lützelberger, „mit viel Energie und unseren Fans in der eigenen Halle über 60 Minuten Druck gemacht werden“.

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Die HSG strebt nach dem vierten Sieg im vierten Spiel. „Wir sind dankbar für jeden Fan, der kommt“, freut sich Lützelberger auf eine stimmungsvolle Kulisse. „Wir haben auch auswärts eine tolle Fanunterstützung, die richtig Spaß macht.“

Mit ihr konnte zuletzt ein 35:31-Sieg in Neuhausen gefeiert werden. Beste Werbung dafür waren die ersten drei Partien, in denen die HSG 114 Tore erzielte – so viele wie kein anderes Team in der Staffel. Aufgrund des enormen Tempos und dadurch mehr Angriffen als mit verschleppter Spielgeschwindigkeit sieht der 36-Jährige die 91 Gegentore etwas relativiert.

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Nach „zwei tollen Monaten“ hat er viele „schöne Geschichten“ registriert. Eine davon ist die gute Leistung der der Torhüter Leon Grabenstein und Maximilian Wolf. Vor allem Grabenstein hat die Umstellung auf die neue Deckung in einer neuen Mannschaft erstaunlich schnell bewerkstelligt und war in der schweren Phase in der ersten Hälfte in Neuhausen ein großer Rückhalt.

Eine weitere ist die tolle Entwicklung des neuen Kreisläufers Niklas Ingenpaß und Michel Stotz – oder aber jene von Mittelmann Joel Mauch, der den Ausfall von Christos Erifopoulos und Carlos Marquis immer besser auffängt.

Gute Entwicklung beim Gegner

Der kommende Gegner TV Plochingen hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Dabei hilft die Kooperation mit Erstligist Frisch Auf Göppingen. „Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Defensive aggressiv auf den Ballführenden heraustreten und damit Unterbrechungen und Stress beim Gegner suchen“ weiß Lützelberger.

„Für uns ist es daher wichtig, den richtigen Abstand zu finden und die Unterbrechungen zu vermeiden.“ Darüber hinaus warnt er vor der großen „Feuerkraft aus dem Rückraum. Sie sind im Eins-gegen-eins gut ausgebildet und haben einen guten Wurf drauf. Wir wollen wach sein, das Spiel schnell machen.“

„Das können die Jungs besser“

Sehr gefreut hatte sich Lützelberger zudem über die Erwartungshaltung der Mannschaft an die eigene Leistung. Mit den letzten sechs Minuten der Partie in Neuhausen, die mit fünf Toren verloren wurden, war sie nicht zufrieden. „Das war nicht schön und können die Jungs besser“, ist er sich sicher. „Es ist schön, dass sie hier alle eine andere Erwartungshaltung an sich selbst haben.“ Im ersten Duell mit Plochingen möchten die Konstanzer mehr „Power über 60 Minuten als der Gegner zeigen“ und das eigene Spiel durchziehen.