Handball, 3. Liga: HSG Konstanz II – HG Oftersheim/Schwetzingen (Sonntag, 17 Uhr, Schänzlehalle). – Wenn der Vorhang am Sonntag, 17 Uhr, endlich, so werden die Spieler der HSG denken, fällt, gibt es wieder Drittliga-Handball in Konstanz. Nicht mit der ersten Mannschaft, die inzwischen in der 2. Bundesliga antritt, sondern zum allerersten Mal mit einem Reserveteam, das fast ausschließlich aus eigenen Jugendspielern besteht.

Eine Konstellation, wie sie sie nur an drei weiteren Zweitliga-Standorten gibt. Die HSG wollte ihren Talenten damit die Möglichkeit geben, sich auf höchstmöglichem Niveau weiterzuentwickeln. Dass sie sich dabei auch in der 3. Liga nicht verstecken müssen, hat der Auftakt bei den Rhein-Neckar Löwen trotz der knappen 24:28-Niederlage gezeigt. Dadurch ist die Vorfreude auf den ersten Auftritt in der neuen Spielklasse vor eigenem Publikum nur noch größer geworden.

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Trainerin Jessica Bregazzi berichtet von einer guten Stimmung im Training. „Wir freuen uns total“, sagt sie. „Die Jungs haben sehr konzentriert gearbeitet. Wir wissen, dass das ein Spiel sein kann, in dem wir uns anders positionieren.“ Ein wichtiges Duell sei es, das Kräftemessen mit der HG Oftersheim/Schwetzingen, die aus der 3. Liga Mitte in die Südstaffel kam.

Druck möchte Bregazzi hierin aber nicht verstanden wissen. Die B-Lizenzinhabern sagt überzeugt: „Wir sind in jedem Spiel der Underdog. Das ist auch völlig in Ordnung.“ Schließlich hat sie ein anderes Verständnis von Druck. Statt des nackten Ergebnisses steht die Weiterentwicklung der Spieler im Fokus, „dafür wollen wir die 3. Liga nutzen“, betont Bregazzi.

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Wobei sich die gebürtige Pforzheimerin zuversichtlich zeigt. Die Phasen bei den Rhein-Neckar Löwen, als die HSG bis auf vier Tore verkürzte oder zu Beginn gar vorne lag, sollen ausgebaut werden. Selbstvertrauen dürften die Konstanzer bei ihrem ersten Auftritt gegen eines der Topteams der Staffel getankt haben. Man sei angekommen in Liga drei, formuliert es die Übungsleiterin und unterstreicht: „Wenn wir performen wie gegen die Rhein-Neckar Löwen, werden wir unsere Chancen bekommen.“

Der Gegner aus der Kurpfalz – in seiner erfolgreichen Historie auch schon einige Jahre in der 2. Bundesliga aktiv – setzt auf eine kompakte 6:0-Abwehr und die Stärke im Eins-gegen-Eins. Wie schnell die HSG-Talente imstande sind, Erfahrungen zu verarbeiten, wird sich vor allem im Hinblick auf die technischen Fehler im Angriffsspiel zeigen. Denn, so die Trainerin weiter, „jeder Fehler wird in der 3. Liga extrem schnell bestraft“. So viel war schon zu spüren, beim Auftakt in Östringen.

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Allen voran Ex-Zweitligaspieler Christian Wahl, neu in Oftersheim/Schwetzingen, steht für Erfahrung und Klasse im Team von Holger Löhr. Der nahm als Spieler schon an Olympia, WM und EM teil. Auch das ist neu in der 3. Liga und wird der HSG Konstanz II nun regelmäßiger bevorstehen. (joa)

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