Handball, Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga: HSG Konstanz – VfL Pfullingen (Samstag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Finale und Endspiel um Platz eins in der Gruppenphase: Für die HSG Konstanz geht es gegen den VfL Pfullingen um die beste Ausgangsposition für die Finalspiele um den Aufstieg in die 2. Bundesliga am 21. und 28. Mai.

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Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich. Fest steht: Egal wie die Partie zwischen Krefeld und Schalksmühle/Halver ausgeht, die HSG ist mindestens Zweiter, da sie nach dem 31:27-Sieg gegen Pforzheim und der knappen 32:33-Niederlage in Krefeld selbst in diesem Dreier-Vergleich die Nase vorne hätte (Pforzheim vs. Krefeld 32:29).

Sollten die Dragons das Parallelspiel in Krefeld für sich entscheiden, ändert sich für Konstanz nach dem 38:23-Erfolg im Sauerland nichts, doch Pfullingen wäre bei einer Niederlage nur Dritter und würde nicht an den Finalspielen teilnehmen. So oder so: Beide Teams müssen also gewinnen.

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Bei einem Unentschieden wären beide – da es nur ein Spiel gibt – im direkten Vergleich mit derselben Tordifferenz punktgleich. Nun würde die höhere Anzahl auswärts erzielter Tore zählen, was absurd ist, da die HSG keinerlei Chance hat, bei nur einem Heimspiel überhaupt ein Auswärtstor zu erzielen.

Spannende Ausgangssituation

Eine spannende Ausgangsposition und zwei bislang stark auftretende Mannschaften, die sich nach zwei heißen Duellen in dieser Saison ein drittes Mal nichts schenken werden, sind somit die Zutaten für das vorletzte Heimspiel in dieser Saison für die HSG Konstanz. In der Punkterunde behielt jeweils die Heimmannschaft in den beiden letzten Duellen die Oberhand.

Beide gewannen ihr Heimspiel

39:32 gewann Konstanz das Hinspiel, musste sich jedoch direkt nach der vorzeitigen Meisterschaft 31:37 in Pfullingen geschlagen geben. „Nun wollen wir zeigen, dass wir aus diesem Spiel gelernt haben und den zweiten Heimsieg gegen Pfullingen“, sagt der Konstanzer Trainer Jörg Lützelberger. Die größte Motivation sei es, sich gegen einen guten Gegner erfolgreich zu behaupten, gegen gute Spieler und einen Trainer Daniel Brack, unter dem, so der ehemalige Bundesligaprofi, der VfL in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung vollzogen habe.

Pfullingen hat viel Erfahrung

Dafür hat sich die HSG intensiv vorbereitet, mit Vollgas im Training. Gegen Pfullingen, eine eingespielte, clevere Mannschaft mit viel Erfahrung, werden die Gelb-Blauen auf eine harte Probe gestellt. Unter sehr ausgeglichenen Vorzeichen spricht nun der Heimvorteil für Konstanz, das sich auf bis zu 1900 emotionale Fans im Rücken freuen kann.

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Wertvoll für die HSG wird zudem die Präsenz, Abwehrstärke und Wurfkraft aus dem Rückraum von Peter Schramm sowie dessen Leader-Qualitäten, auf die die Konstanzer im letzten Vergleich hatten verzichten müssen. Seine Konsequenz hatte die HSG nach seinem starken Comeback in Halver nochmals weitergebracht, so der EHF-Mastercoach.

Zwei unterschiedliche Ideen

Im Kräftemessen zweier so dicht beieinanderliegender Mannschaften dürften wieder Kleinigkeiten entscheiden. Die maximale Herausforderung ist das, woran der Wahl-Lindauer Lützelberger mit seiner jungen, hungrigen Mannschaft Gefallen gefunden hat. Die wird nun vor allem in einer großen Physis des VfL bestehen, aus großer Offensivstärke und großer Erfahrung und Routine.

„Ein paar Jährchen mehr werden auf der Platte und der Bank beim Gegner sein“, erklärt Jörg Lützelberger weiter. Aber: „Wir sind einen Schritt weiter. Es treffen zwei unterschiedliche Ideen aufeinander. Wer seine besser durchsetzt, hat eine große Chance, das Spiel zu gewinnen.“