Fußball, Verbandsliga: SC Lahr – SC Pfullendorf (Samstag, 15.30 Uhr, Sportzentrum Dammenmühle) – Beim SC Pfullendorf ist nach dem Heimerfolg gegen Waldkirch wieder Ruhe eingekehrt. „Siege machen zufriedener“, bemerkte SCP-Trainer Adnan Sijaric mit einem Augenzwinkern. Vor der Auswärtsreise zum Tabellendreizehnten Lahr kann ihm aber niemand etwas vorflunkern. Dort wartet ein „Klasseteam“ auf die Linzgauer. „Das sind schnelle, technisch versierte und starke Leute“, schätzt Sijaric den Gegner hoch ein, der mit Gabriel Gallus einen überragenden Spielmacher aus der Freiburger Talentschmiede hat.

Die Lahrer können mit ihrem verkorksten Saisonstart jedoch nicht zufrieden sein. „Oben mitspielen“ lautet ihre Prämisse. Stattdessen hängen sie im Tabellenkeller fest. Auch bei der 1:3-Pleite zuletzt in Durbachtal wurden Chancen zuhauf vergeben. Ob es für den SC Lahr ein gutes Omen ist, dass er seit dem 2015 erfolgten Zusammenschluss der Traditionsvereine Lahrer FV und SpVgg Lahr für die Pfullendorfer als unüberwindbare Festung gilt? In den bisherigen drei Begegnungen gab es für den SCP beim Fusionsclub zwei Teilerfolge, aber keinen Sieg.

„Es ist eine ähnlich schwere Aufgabe wie in Offenburg“, fordert Sijaric ein kompaktes Auftreten seiner Elf, sie müsse ihre beste Leistung abrufen und könne wohl in unveränderter Besetzung auflaufen. Silvio Battaglia habe bewiesen, wie wichtig seine Präsenz im gegnerischen Strafraum ist. Auch bei Joshua Menger dürfte mit dem ersten Torerfolg der Knoten geplatzt sein. Jan Konrad, den er aufgrund von dessen enormer Zweikampfstärke scherzhaft als „Balldieb“ bezeichnet, sei im Spielaufbau unerlässlich. Erfreulicherweise ist auch Luca Gruler wieder ins Training eingestiegen. Fehlt eigentlich nur der für zwei Spiele gesperrte Amadou Marena. Sijaric, der zudem das Coaching der Reserve in der Kreisliga A übernahm, wird womöglich bald Entlastung kriegen: Christian Luib vom FC Ostrach wurde als Trainerkandidat durch die Katakomben geführt. (jüw)

Radolfzeller Gastspiel in Kehl

Kehler FV – FC 03 Radolfzell (Samstag, 15.30 Uhr). – Am Samstag geht es für den FCR nach Kehl. Nach der unglücklichen Niederlage in der vergangenen Woche gegen den Tabellenführer aus Denzlingen gilt es für Radolfzell, die verlorenen Punkte zurückzuholen. Dies wird nicht einfach werden, denn Kehl ist sicher besser, als der Tabellenstand es zeigt. Fehlen wird Vincent Bühler. Er hat sich im letzten Spiel den Arm gebrochen und fällt länger aus. Ebenso nicht dabei sein kann Jannik Beha.

Kehl konnte das letzte Spiel beim Tabellenletzten aus Endingen klar mit 4:1 gewinnen. Sorgen muss sich Kehls Coach Frank Berger insbesondere wegen der löchrigen Abwehr machen. Im Schnitt sind es zwei Gegentore pro Spiel, in der Summe 23 Gegentreffer. Hier sollte der FC 03 Radolfzell sein Auge darauf haben, für ein Tor sind die Mettnauer immer gut. Vom Tabellenstand sollten die Radolfzeller sich nicht blenden lassen. Zwar stehen die Kehler nur auf Platz 15, sieben Plätze hinter dem Team von der Mettnau. Die beiden Teams trennen aber nur vier Punkte. Daher sollte der FCR Zählbares mitbringen, will er nicht hinten reinrutschen. Wie auch Kehl hat der FC Radolfzell andere Ziele, als gegen den Abstieg zu spielen. (km)