Handball, Oberliga: TuS Steißlingen – TSV Schmiden 32:27 (13:11). – Es läuft weiterhin rund für die Oberliga-Handballer des TuS Steißlingen. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge behielten die Hegauer auch gegen Tabellenschlusslicht TSV Schmiden zu Hause mit 32:27 die Oberhand, somit ist der TuS nach dem schwachen Saisonstart mit 6:6 Punkten wieder voll im Soll.

Zu Beginn sah es aber alles andere als danach aus, als würde das Team von Coach Dominik Garcia den nächsten doppelten Punktgewinn einfahren. Zwar stand die TuS-Abwehr solide und auch der überragend haltende Dominik Walter zeigte gleich ein paar Paraden, doch im Angriff war der Wurm drin. Zwar spielten die Steißlinger sich immer wieder gute Chancen heraus, doch scheiterten sie ein ums andere Mal am ebenfalls stark parierenden Schmidener Hüter. So stand es nach zehn Minuten 0:3, ehe Manuel Wangler das erste TuS-Tor per Siebenmeter erzielte. Dies schien ein Weckruf zu sein. Vor allem Matthias Biedermann konnte immer wieder durchbrechen und Steißlingen glich in der 17. Minute erstmals zum 5:5 aus. Bis zur Halbzeit (13:11) legten die Hegauer dann noch eine Schippe drauf.

Bis zum 16:14 (36.) hielten die Pumas aus Schmiden noch mit, danach war der TuS-Express nicht mehr aufzuhalten. Innerhalb von zehn Minuten erhöhte Steißlingen auf 24:17, was eine Viertelstunde vor Schluss die Vorentscheidung war. Zwar bewiesen die Gäste Moral und kamen auf drei Tore heran, doch Steißlingen blieb ruhig und gewann hochverdient mit 32:27.

„Nach dem Stotterstart haben wir ein super Spiel gezeigt, vor allem auf unsere Defensive und das Tempospiel konnten wir uns verlassen. Jetzt müssen wir weiter Gas geben, den Schwung mitnehmen und am Samstag in Heiningen eine ähnliche Leistung zeigen“, sagte Trainer Dominik Garcia nach dem dritten Steißlinger Sieg in Serie. (mw)

TuS: Walter, Seeger, Bammel (Tor); Biedermann (8), Storz (1), M. Wangler (11/6), Hipp, Lindner (2), Steffen Maier, F. Maier (1), Faeser (4), F. Wangler, Klotz (3), Glock (1), Weber (1), Müller.

Konstanz ohne Chance

TVS Baden-Baden – HSG Konstanz II 34:24 (16:11). – Nicht viel zu lachen hatte die Drittliga-Reserve der HSG Konstanz bei der Rückkehr des TVS Baden-Baden in die eigene Heimspielstätte. Mit dieser Zusatzmotivation platze der Knoten bei den Hausherren, die zum ersten Mal in dieser Saison nach eigener Aussage „endlich ihre PS“ auf die Platte brachten. Was da auf die HSG-Talente zurollte, war eine Dampfwalze, der die Konstanzer lediglich sieben Minuten standhielten. Lars Michelberger brachte seine Team auf 4:5 heran. Danach machte Baden-Baden mit seiner physischen Stärke Ernst, stellte auf 10:5 und konnte nach Belieben schalten und walten.

„Wir haben es nicht hinbekommen, einen körperlich sehr starken Gegner vom Tor wegzuhalten“, erklärte HSG-Trainer Benjamin Schweda. Schmerzlich vermisst wurden Kai Mittendorf, Jan Stotten und Keeper Sven Gemeinhardt. Baden-Baden tankte sich immer wieder erfolgreich im Eins-gegen-Eins durch und hatte in Christian Fritz bei elf Toren ohne Fehlversuch auch den überragenden Akteur in seinen Reihen. Schweda: „Wir konnten uns körperlich sowohl in der Abwehr als auch im Angriff nicht durchsetzen. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung.“

In der zweiten Hälfte versuchte der HSG-Coach der Dominanz der Rückraumshooter der Gastgeber mit einer mannbezogenen 4:2-Deckung entgegenzuwirken. Allerdings nutze Baden-Baden den freiwerdenden Platz über das ganze Spielfeld aus. „Uns haben die Alternativen für die Deckung gefehlt“, erkläre Schweda den Versuch. Als das Spiel entschieden war, nutzte er die verbleibende Spielzeit um viel zu wechseln und allen Akteuren Spielzeit zu gewähren.

„Eigentlich will man nach solch einem Erlebnis sofort wieder spielen“, sagt der 27-Jährige zur bevorstehenden Spielpause bis zum 6. November. „Allerdings wird die Pause auch allen guttun. Wir werden sie nutzen, um die richtigen Schlüsse aus den letzten beiden Spielen zu ziehen.“ Die Zeit bis zum Heimspiel gegen den TSV Heiningen soll für intensive Arbeit vor allem an der eigenen Defensive und neuen Varianten genutzt werden. (joa)

HSG II: Herrmann, Pauli (Tor); Mittendorf, Michelberger (5), Böhlefeld (2), Mack (1), Osann (1), Fehrenbach (3), Herbel (1), Merz (4), Eich (1), Knipp (3), Koester, Lioi (1), Hadlich (1), Czako (1).