2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Dentalservice Gust VC Dresden (Samstag, 20 Uhr, BZ-Arena Salem). – Sehr viel Freude haben die Mimmenhauser Volleyballer seit dem vergangenen Wochenende, sollten sie zufällig mal auf die Tabelle schauen: Ihre Mannschaft steht ganz oben. „Ich habe sie zwar noch nicht angesehen“, sagt Christian Pampel mit überzeugendem Brustton, aber der Spielertrainer kennt natürlich die Lage seiner Mannschaft genau.

„Wir sind in einer komfortablen Situation“, weiß Pampel. Und die gefällt ihm viel besser als eine Momentaufnahme mit Tabellenführung. Zwar wärmt die Sonne dort oben im immer kühler werdenden Herbst besonders. Komfortabel ist die Lage vor allem aber deshalb, weil er und seine Mitspieler „ganz beruhigt“ in die nächsten Partien gehen können.

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Der Aufstieg ist kein Thema für den Klub vom Bodensee. Finanzen und Infrastruktur lassen den riesigen Sprung ins Oberhaus nicht zu. Die Meisterschaft – zumindest bei den Spielern und im Umfeld – zwar schon, aber wenn‘s damit nichts werden sollte, wäre das kein Beinbruch.

Nein. Pampel freut sich riesig über die Gründe für den Spitzenplatz des TSV. „Wir haben es geschafft“, erläutert er, „über mehrere Spiele hinweg eine konstant gute Leistung zu bringen.“ Und die bisherige Punkteausbeute ermögliche es ihm, „sich früh auf den Fall vorzubereiten, dass etwas passiert“. Sprich: Verletzungen. Gut deshalb, dass nicht immer die stärkste Sechs auf dem Feld stehen müsse.

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Dabei ist dem erfolgreichen Trainer sehr wohl bewusst, dass gegen die jungen Wilden aus Sachsen nur eine solide Leistung zum Erfolg führt. „Der Aufsteiger hat eine sehr junge Mannschaft, zehn Spieler stammen aus der eigenen Jugend, die einen athletischen, dynamischen und schnellen Volleyball spielt.“ Favorit Mimmenhausen, „das sind wir, das können wir nicht wegdiskutieren“, muss also „Gas geben, alles raushauen“.

Aber nicht nur Sachsenpower macht Scheitern möglich. Die Gefahr steckt auch in den Köpfen seiner Mannen. „Sie dürfen die Jungs von Trainer Niklas Peisl nicht unterschätzen“, warnt der Trainer vor dem gefährlichen Gedanken, Dresden „mit links zu schlagen“.

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Eine „nur zu menschliche Reaktion nach den schweren Partien zuletzt“. Pampel weiß ja nur zu genau, wie Spitzensportler ticken. Deshalb: vorbeugen! Er hasst nichts mehr, als Punkte zu verschenken. Egal, in welcher Situation auch immer.

Sollten die blau-gelben Volleyballer aber ihr aus den fünf bisherigen Partien gewonnenes Selbstbewusstsein – Mimmenhausen ist noch immer unbesiegt – positiv nutzen, dann, da ist sich Christian Pampel sicher, wird der TSV Mimmenhausen gewinnen. „Wir sind besser und geben Gas!“ Logisch, die Siegesserie soll fortgesetzt werden. Nicht der Tabelle, nur des Komforts wegen.

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