Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – FT Freiburg (Samstag, 19 Uhr, Bildungszentrum Salem). – Nach zwei Begegnungen auf sportlich völlig unbekanntem Terrain, gegen die Neulinge Mühldorf und Bliesen, treffen die Mimmenhauser Volleyballer am Samstag (Anpfiff wegen den Coronavorbereitungen eine Stunde früher, live auf sporttotal.tv) nun auf einen alten Bekannten. Auf Freiburg, das Urgestein der 2. Volleyball-Bundesliga.

Partie wird kein Selbstläufer

Trotz der über die Jahre in zahlreichen Ligaduellen und im Pokal gemachten Erkenntnisse: Ein Selbstläufer wird das badische Derby nicht gegen diese Mannschaft, die seit 20 Jahren ununterbrochen im Unterhaus des deutschen Volleyballs baggert und pritscht.

Freiburg hat sich gut verstärkt

Freiburg hat den Abgang von acht Spielern zu verkraften – und den Aderlass ganz offensichtlich gut verdaut. Und sich obendrein gut verstärkt. Mit dem Finnen Mauri Matias Kurppa zum Beispiel. Der Zuspieler wechselte vom FC Gotha an die Dreisam und sorgt dort für einige Begeisterung. Und dann ist da noch ein potenter Neuer zur „Affenbande“, so nennen sich die Freiburger selber, gestoßen: Mateusz Lysikowski.

Viel Druck auf den Außenbahnen

Er ist zwar keine 1,98 Meter groß wie auf der Teamseite der DVL gemeldet. Doch auch mit seinen 1,85m sorgt der Außenangreifer aus Polen, der vom ehemaligen Bundesligisten und jetzigen Drittligisten CV Mitteldeutschland in den Süden der Republik gewechselt war und unter anderem schon beim Champions-League-Teilnehmer Kedzierzyn-Kozle geschmettert hat, für viel Druck auf den Außenbahnen.

Pampel freut sich darüber

„Das Freiburger Spiel hat sich mit den beiden Neuzugängen verändert“, weiß Christian Pampel. Lysikowski habe einen „heftigen Armzug“, das insgesamt „gute Freiburger Team“ habe sich mit ihm und Kurppa echt verstärkt, fügt der Spielertrainer des Tabellendritten an. Abzulesen ist dies an der (trotz des 1:3-Ausrutschers in Mühldorf zuletzt) nach oben zeigenden Formkurve des Teams von Jakob Schönhagen. Insgeheim freut sich Pampel darüber. Dann, so sein Kalkül, unterschätzen seine Spieler den kommenden Gegner nicht, und wer konzentriert an die Arbeit geht, der macht bekanntlich auch weniger einfache Fehler.

Konstantes Ärgernis

Die sind ein konstantes Ärgernis für den ehemaligen Weltklasse-Diagonalangreifer. Zuletzt war die Quote der „unforced errors“ für seinen Geschmack doch entschieden zu hoch. Vor allem die leichten Aufgaben, wie Dankeball oder bei hohen Pässen des Gegners, wurden von Mimmenhausen zu oft viel zu fahrlässig verdaddelt. Abstellen, die Devise!

Ohne Murren

Auch wenn das nicht von heute auf morgen möglich ist: Darauf zielte das Training des Gastgebers in der vergangenen Woche ab. Sehr zur Freude von Pampel hätten seine Mannen „ohne Murren“ den etwas banalen Trainingsaufbau nicht nur akzeptiert, sondern eifrig mitgemacht. „Sie wollen nicht nur gut, sie wollen auch erfolgreich sein.“ Das können sie am Samstag beweisen. Mit einem guten Spiel gegen den Tabellenneunten, der dem Favoriten nur zu gerne ein Bein stellen würde, und dem elften Sieg im elften Saisonspiel.