2. Volleyball-Bundesliga: GSVE Delitzsch – TSV Mimmenhausen (Samstag, 19 Uhr, Arthur-Becker-Sporthalle). – Der wegen Corona-bedingter Ausfälle arg in Unordnung geratene Spielplan der 2. Bundesliga verlangt es so: Nur eine Woche nach dem 3:1 zuhause hat der TSV Mimmenhausen schon wieder gegen Delitzsch anzutreten. Und natürlich wollen Spielertrainer Christian Pampel und sein Team in Nordsachsen an den unterm Strich standesgemäßen Heimerfolg anknüpfen.

Duell in der „Beckerschachtel„

In der „Beckerschachtel“, so nennen die Gastgeber selbst ihre Halle, hängen die Volleyballtrauben jedoch um ein ganzes Stück höher als noch in der BZ-Arena Salem: Vier ihrer sechs Saisonsiege feierten die Delitzscher zuhause. „Superklein, niedrig und relativ dunkel“, beschreibt Pampel den Ort des Geschehens, an dem sich der Tabellendritte vom Bodensee dennoch schadlos halten will.

Mimmenhausen in vielen Elementen besser

„Wir sind in vielen Elementen viel besser als Delitzsch“, sagt der international erfahrene Mann auf der Diagonalen. Keine Selbstbeweihräucherung ist das, getätigt im Überschwang einer sehr erfolgreichen Saison, die liegt dem ehemaligen Nationalspieler von Natur aus nicht. Die sehr selbstbewusste Aussage lässt sich leicht an Hand des Geleisteten beweisen.

Schlagabtausch kein Selbstläufer

Und dennoch wird auch dieser zweite Schlagabtausch mit dem Tabellenelften innerhalb einer Woche kein Selbstläufer für das drittbeste Auswärtsteam der Liga. Delitzsch hat eine sehr erfolgreiche Art zu spielen. Weniger über die Außen punktet die Mannschaft, im Vergleich zu den anderen Zweitligateams sehr oft über die Mitte. Robert Karl und Philipp Maaß demonstrierten das in der BZ-Arena. Zwölfmal waren sie alleine im ersten Satz erfolgreich, sehr zum Missfallen von Christian Pampel.

Besser gegen 1. Tempo arbeiten

„Sie haben oft nur die Netzkante getroffen, oder sie punkteten mit einem Lob,“ begründet Pampel seine Verärgerung. Kein gutes Zeugnis für die Mimmenhauser Abwehr aus Sicht ihres Spielertrainers: „Die hätten wir abwehren können!“ Statt aber 50 Prozent dieser Bälle zu entschärfen, gelang dies „nur bei zwei oder drei Prozent“ (Pampel). „Das hat mich gestört“, fügt er an. Denn ballern Karl oder Maaß die Bälle ins gegnerische Feld, wächst dort oft kein Kraut mehr. Und in diesem Falle habe die Abwehr kaum eine Chance. Aber eben auch nur dann. Also: Am Samstag sollen TSV-Abwehrchef Doru Pilihaci und seine Nebenleute noch „besser gegen das erste Tempo der Delitzscher arbeiten“.

Noch ein Feld mit Potenzial

Und auf ein weiteres Feld mit Potenzial nach oben hofft und setzt Christian Pampel. Zuspieler Federico Cipollone und Außenangreifer Jonas Hoffmann feierten vergangenen Sonntag ein erfolgreiches Comeback mit Luft nach oben. Logisch nach wochenlanger Verletzungspause. „Hoffi und Federico haben gut gespielt“, lobt Pampel. Sie seien aber nach ihrer wochenlangen Verletzungspause noch nicht zu einhundert Prozent fit, hatten nach Ansicht ihres Trainers „keinen schlechten Tag“ erwischt. Dass die beiden Spieler, die zu den besten ihres Fachs in der 2. Liga zählen, es besser können, beweisen sie, so Pampel, im Training. Eine Frage der Zeit also nur noch, wann Cipollone und Hoffmann wieder ganz die Alten sind.

Pampel hätte nichts dagegen

Der Mimmenhauser Spielertrainer jedenfalls hätte garantiert nichts dagegen, wenn er nach dem Schlusspfiff am Samstag in Delitzsch nicht nur Federico Cipollone und Jonas Hoffmann statt „keinem schlechten“ einen guten Tag attestieren dürfte.