Volleyball, 2. Bundesliga: FT Freiburg – TSV Mimmenhausen 2:3 (25:22, 123:25, 18:25, 25:20, 12:15). – Mit einer soliden Leistung hat sich der TSV Mimmenhausen im südbadischen Derby zwei wertvolle Punkte erkämpft und damit einen Fehlstart in die neue Saison souverän verhindert. „Über weite Strecken“, lobt Spielertrainer Christian Pampel, der nicht zu Unrecht zum Wertvollsten Spieler gewählt wurde, „bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden.“

Von Beginn an gut behauptet

Die hat sich bei der Freiburger „Affenbande“, wie sich die FT selber nennt, von Beginn an gut behauptet. Und hätte Jonas Hoffmann nicht zum Ende des ersten Durchgangs beim 18:18 das Flattern in seine Annahmearme bekommen, die Partie wäre wahrscheinlich nach drei Sätzen zugunsten des TSV Mimmenhausen zu Ende gegangen. Für ihn kam Heiko Schlag.

Druck über den Aufschlag

„Freiburg aber hat dann gut aufgeschlagen“, sagt Pampel, warum der lange Zeit führende TSV (17:14) den Satz doch noch mit 22:25 hatte abgeben müssen. „Wenn wir Druck über den Aufschlag bekommen“, so Pampel, „tun wir uns noch schwer.“

Keine große Ansprache nötig

Und weil es für ihn „relativ eindeutig war“, warum der erste Durchgang verloren wurde, war vor dem Start in den zweiten Satz „gar nicht nötig, viel zu sagen“. Jonas Hoffmann, ein guter und erfahrener Außenangreifer, werde sich schon wieder reinarbeiten. Er tat das, und Mimmenhausen machte in den Durchgängen zwei und drei kurzen Prozess mit der „Affenbande“ im „Dschungel“ FT-Sporthalle.

Zwei klare Satzergebnisse

Dass dem 25:13 (mit einem überragenden Lukas Ott) und dem 25:18 (Rallye vom 14:12 auf 22:14) nicht noch einmal ein solch klares Ergebnis würde folgen können, damit hatte Christian Pampel wohl gerechnet. Ehrlicherweise früher als erst im vierten Satz. Weil „bei uns vieles nicht mehr so gut geklappt hatte wie in den Durchgängen zuvor“ und Freiburg trotz der beiden deutlichen Satz-Klatschen wieder zur Leistung des ersten Satzes zurückgefunden hatte, musste Mimmenhausen den vierten Durchgang abgeben: „Freiburg drehte richtig auf, ihnen gelang einfach alles.“

Mimmenhausen gibt Tiebreak nicht mehr aus der Hand

Dass es für die Gastgeber dann aber nicht zu zwei Punkten reichte, haben sich die Freiburger Volleyballer, so sieht es Christian Pampel, zu einem gewissen Grad selbst zuzuschreiben. „Freiburg wollte es anfangs zu sehr erzwingen und hat deshalb ein paar unnötige Fehler zu viel gemacht.“ Zum Vorteil der Gäste vom Bodensee. Die setzten sich jetzt mit viel Selbstbewusstsein im engen Tiebreak schnell ab (8:6, 12:10, 14:11), und gaben – im Gegensatz zum Mühldorf-Spiel vor einer Woche – den Vorsprung nicht mehr aus der Hand.

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg (Streibl), Pampel, Hoffmann (Schlag), Zippel, Cipollone, Reusch.