2. Volleyball-Bundesliga: SV Schwaig – TSV Mimmenhausen 3:0 (25:18, 25:20, 25:19). – 14 Spiele hintereinander hatte der TSV Mimmenhausen in der 2. Bundesliga alles aus dem Weg geräumt, was sich in den Weg stellte. Seit Februar 2020 (1:3 gegen Unterhaching II kein Zweitligaspiel mehr verloren).

Seit einer Woche ist der Wurm drin

Seit einer Woche aber ist der Wurm drin beim Spitzenreiter. Dem wenig erfreulichen 1:3 zu Hause gegen Gotha folgte am Samstag eine erstaunlich schwache Leistung beim Tabellenfünften. Spielertrainer Christian Pampel und seine Crew unterlagen einem stark aufspielenden Schwaig ernüchternd deutlich 18:25, 20:25 und 19:25.

Gründe für das schwache Abschneiden

Dass Zuspieler Federico Cipollone und Außenangreifer Jonas Hoffmann derzeit verletzt fehlen, das Thema seit Wiederbeginn der Runde, ist zweifellos eine gravierende Schwächung für den TSV Mimmenhausen. Aber in der Hans-Simon-Halle lag es in erster Linie nicht daran, dass die Gäste ohne zwei ihrer Topleute antreten mussten.

Schwaig schlug stark auf

Vom ersten Ballwechsel an hatten sich die Schwaiger mit ihren Aufschlägen auf Joshua Müller konzentriert. Mit beträchtlichem Erfolg. Der Mimmenhauser Libero hielt dem Druck nicht immer stand. Hilfestellungen seiner beiden Außenangreifer brachten nicht die erhoffte Stabilität. „Im Vergleich zu Schwaig waren wir im Komplex Aufschlag/Annahme extrem schlecht“, ärgert sich Pampel.

Große Probleme für Michael Diwersy

Entsprechend schwer hatte es Michael Diwersy. Der Zuspieler musste sehr häufig dem Ball hinterherrennen, und außerhalb der Drei-Meter-Zone auf seine Angreifer passen. Keine guten Voraussetzungen also für Christian Pampel und Lukas Ott, die die Hauptlast der TSV-Angriffe zu tragen hatten. Heiko Schlag war in Schwaig zwar wieder mit von der Partie, konnte aber keine großen Akzente setzen.

Mimmenhausen hält dennoch lange mit

Dennoch hielten die Mimmenhauser in jedem Durchgang lange irgendwie mit, ließen sich bis zur zweiten Technischen Auszeit nicht entscheidend abhängen. Das ständige Hinterherlaufen hinter einem immer besser ins Spiel findenden SV Schwaig sorgte aber nicht gerade für Selbstbewusstsein und Zuversicht bei den ganz in Weiß spielenden Gästen vom Bodensee.

Es reichte nicht zum Satzgewinn

Und hatten sie sich doch wieder herangerobbt an Schwaig, sorgte prompt ein weiterer Eigenfehler für eine eiskalte Dusche. Nicht verwunderlich also, dass am Ende stets die Gastgeber jubelten und sich in 72 Minuten für das knappe 0:3 im Hinspiel revanchierten. Sportlich applaudiert von den Spielern des unterlegenen TSV Mimmenhausen.

TSV Grafing hat nun die besten Karten

Die sind zwar immer noch Spitzenreiter. Aber der TSV Grafing – vorausgesetzt er gewinnt beide Nachholpartien – hat jetzt die besten Karten im Rennen um die Meisterschaft.

TSV Mimmenhausen: Schlag, Streibl (im dritten Satz Becker), Diwersy (Waldinger im Block), Ott, Birkenberg, Pampel, Müller.