2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TV Bliesen 3:0 (30:28, 25:21, 25:18). – Der Wunsch des TSV Mimmenhausen, mal wieder ein Spiel ohne Wenn und Aber zu gewinnen, der Wunsch ist am 1. Advent zwar vom Ergebnis, aber nicht von der Art und Weise her, wie er zustande kam, in Erfüllung gegangen. Der Favorit setzte sich klar gegen den Aufsteiger mit 30:28, 25:21 und 25:18 durch, obwohl die Gastgeber einige Umstellungen hatten vornehmen müssen. Aber das musste auch der TV Bliesen, der einen Mittelblocker als Diagonalangreifer einsetzte.

Christian Pampel spielte doch

Dass Zuspieler Federico Cipollone nicht würde auflaufen können, war schon vor der Partie bekannt. Für ihn stellte Kapitän Michael Diwersy zu. Spielertrainer Christian Pampel trat nun doch an, aber unter der Woche hatte sich Lukas Ott noch in den Daumen der linken Hand geschnitten. Der Außenangreifer biss aber auf die Zähne und trat an.

Harter Kampf gegen Bliesen

„Vom Ergebnis her war das eine klare Sache“, fasste Christian Pampel drei Sätze zusammen, in denen der TSV dann gut war, wenn er „gut aufgeschlagen“ hatte. Der Service sorgte für Breakmöglichkeiten, die meist „gut genutzt“ wurden. Ein „harter Kampf“ mit einem Bliesen, das „viel stärker ist, als es seine aktuelle Tabellenposition aussagt“, wurde es immer dann, wenn Mimmenhausen die „einfachen Bälle nicht gut“ gehandelt habe.

Ungewöhnlich viele Netzfehler

Zunächst zeigte Mimmenhausen, warum es an der Tabellenspitze mitmischt. Aber im ersten Satz schien das Netz der größte Gegner zu sein. Jedes leichte Flattern pfiffen die Schiedsrichter ab. Ein gutes Dutzend Fehler sorgten für kampflose Punkte, vergebene Chancen – auf beiden Seiten, und am Ende für ein kurioses Satzergebnis: Philipp Freere sorgte mit seiner Netzberührung für das 30:28.

Jetzt kamen die Mimmenhauser Aufschläge

Die leidige Fehlerquelle in der Mitte der Spielhälfte spielte im zweiten Satz keine entscheidende Rolle mehr, die Volleyballer hatten dazugelernt. Vielleicht aber auch ein wenig die Unparteiischen. Mimmenhausen auch in taktischer Hinsicht: Jetzt kamen die TSV-Aufschläge, und der Favorit führte bald wieder mit 8:6 und 16:11. Zu einfach ging das wohl – denn jetzt hagelte es Eigenfehler der Blau-Gelben auch über die Auszeit (17:15) hinaus (21:21). Aber mit einem sehr starken Pampel im Team setzte sich der Tabellenzweite am Ende doch noch knapp durch. Ein Netzfehler von Bliesen und ein As von Pampel machten den Sack zu (25:21).

Mimmenhausen am Drücker

Mit einem 5:1 wie im ersten Satz startete Mimmenhausen auch den dritten Durchgang – und blieb jetzt am Drücker. Zur Ersten Technischen Auszeit stand es 8:3 für die Gastgeber, die nicht mehr locker ließen. War schon im ersten Satz kaum ein Bliesener Angriff einfach so durchgekommen, machten es jetzt die Mimmenhauser den Gästen echt schwer, zu einfachen Punkten zu kommen.

Jetzt ein einseitiges Duell

Und im Umkehrschluss wurden aus den verteidigten Angriffen viele TSV-Zähler. Und so entwickelte sich jetzt das von Anfang an erwartete einseitige Duell gegen einen Neuling, der seine zahlreichen verletzten Spieler nicht adäquat ersetzen konnte. Und weil die Gastgeber jetzt in ihrem Spiel nichts mehr schleifen ließen.

Pampel sorgt für den Matchball

Vier Satz- und Matchbälle benötigte der TSV Mimmenhausen dennoch, ehe mit dem 25:18 (ein As von Pampel, der zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt wurde) das erhofft klare Resultat in trockenen Tüchern war.

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel (MVP), Hoffmann, M. Diwersy, Becker, Waldinger, Müller (Libero).